30.08.2002 - 01.09.2002 auf Burg Rieneck
LOCATION: Burg Rieneck wird vom VCP als
Pfadfinderheim bewirtschaftet. Die Burg selbst ist sehr stimmungsvoll
und hat einen toll eingerichteten Rittersaal, einen großen
Veranstaltungsraum und zahlreiche kleinere Tagesräume und
Sitzecken. Die sanitären Anlagen auf unserer Etage waren gut in Schuß.
Von der Umgebung habe ich so gut wie nichts gesehen, da ich die Burg
von der Stadtseite betreten und während des Spiels nicht verlassen
habe, aber der Manöverplatz war dem Vernehmen nach 15 Fußminuten
entfernt. Ich vermute, daß für Geländespiel längere Wege in Kauf
genomen werden müßten.
Der Veranstaltungsraum ist mit Filzteppich belegt, was einige Tänzer
irritierte, aber bei den üblichen Tänzen, die ja mehr Schreittänze
sind, fällt das wohl nicht allzusehr ins Gewicht.
ORGA: Zügiges Ein- und Auschecken, klare Verteilung von Reinigungs-
und anderen Hilfsaufgaben an die Spieler, nicht zu viel Probleme mit
der Zeitplanung. Für im Vorfeld versprochene aber nicht
zustandegekommene Features (Badezuber und Massage) wurde sich
schriftlich und mit einem Gebäckteller entschuldigt.
Insgesamt, wie ich finde, eine sehr gute Orgaarbeit.
VERPFLEGUNG: Die Herbergsküche wurde dem Vernehmen nach von der Orga im Vorfeld durch Rezeptvorschläge etwas gecoacht. Das Ergebnis war deutlich über dem Durchschnitt für Herbergsverpflegung. Eine Taverne im Gewölbekeller war vorhanden, wurde von mir aber nicht besucht.
PLOT: Tags Manöver für die Herren und Party-Spiele für die Damen, abends Tanzübungen und Ball. Außerdem wurde ein Heilerseminar angeboten. Es soll etwas Plot gegeben haben, aber den habe ich nicht bemerkt.
KRITIK: Das Ambiente stimmte. Der Ballsaal war gut dekoriert, der
Burghof wurde mit Ölfackeln statt elektrisch beleuchtet. Es wurde
gelegentlich Gebäck oder Tee gereicht. Das Niveau der Gewandungen war
mehrheitlich sehr hoch. Ich habe Dritt- und Viertgewandungen gesehen,
die ich als überdurchschnittlich bezeichnen würde. Außer dem
eigentlichen Ball wurden zwei Übungsrunden angeboten, was den Ball
selber flüssiger ablaufen ließ.
Zum Manöver kann ich nichts berichten, da ich als Diener meine Herrin
zum Damenkränzchen begleitet habe.
Aus meiner Rolle als Bediensteter gab es ein wenig an der
IT-Organisation zu bemängeln. Neben dem stark überlasteten Herold
hätte ein Haushofmeister gut getan. Überhaupt gab es mal wieder so gut
wie kein "Downstairs". Vielleicht liegt es ja nur daran, daß ohnehin
wenig Leute Personal spielen wollen, aber ich würde mir mal wünschen,
in einen Haushalt zu kommen, in dem auch Spiel innerhalb des Personals
möglich ist.
FAZIT: Jederzeit wieder.
© 2002 Ralf
Hüls,
aka Janus vom Achtelsbach,
erster Lakai und Kammerherr
seiner Hoheit Aymarus I. von der Oschenfurth,
nach des Eynen Willen Markgraf von Oschenheim