17.05.2002 bis 20.05.2002 im Schullandheim Straelen
VERANSTALTER: Banner Burgunds e.V.
LOCATION: Das Schullandheim der Stadt Krefeld in Straelen besteht aus
drei getrennten Schlafhäusern mit jeweils eigenen Tagesräumen. Die
Küche ist in einem weiteren Gebäude und es gibt noch einen größeren
Raum in einem Anbau, der für dieses Spiel als "Gruft" und Fundusraum
diente. An einem zentralen Platz zwischen den Häusern sind Sitzflächen
und ein überdachter Pavillon. Die Umgebung besteht aus einigen
Waldstücken die ausreichend Spielfläche boten. Zwischen den
Wohnhäusern konnte passabel gekämpft werden und es gibt ein
Asche-Fußballfeld, das als Schlachtfeld für die Endschlacht diente.
Insgesamt eine tolle Location um z.B. wie hier einen größeren Gutshof
zu spielen.
VERPFLEGUNG: Mäßige Herbergskost.
PLOT: Böser Kult. Dämonenbeschwörung. Alte Legende berichtet von mehrteiliger Wunderwaffe, deren Einzelteile ergattert und zusammengeschmiedet werden mußten. Endschlacht.
KRITIK: Ich hatte als Vollzeit-Ambiente-NSC streckenweise schwere
Motivationsprobleme auf diesem Spiel. Das mag zum Teil an mir selbst
gelegen haben, aber mir schien es, als ob die Spieler entweder ihr
gruppeninternes Charakterspiel machten oder sehr ergebnisorientiert
agiert haben. Ich hatte sehr schnell das Gefühl, den Stempel
"Plotrelevanz: 0%" aufgedrückt bekommen zu haben und allein zu sein.
Andere NSC gaben ähnliche Meinungen ab.
Ich habe den Eindruck, daß der Plot für ein reguläres Wochenende
besser gewesen wäre, als für vier Tage. Auch aus dem Kreis der SC
hörte man, daß der Plot gewisse Längen hatte.
Nachdem das Banner in letzter Zeit - wie ich höre - vorwiegend
Schlachtencons veranstaltet hat, war das "Dunkle Machenschaften" mal
wieder ausdrücklich als Abenteuercon ausgeschrieben. Dennoch war mit
der Kgl. Burgundischen Armee, dem Lomond-Orden, dem Beauchant-Orden
und verschiedenen anderen Kriegern eine hohe Anzahl an eher
kampforientierten Charakteren zugegen. Ein etwas breiterer Spielermix
hätte möglicherweise gut getan.
Positiv war der Aufwand, der teilweise bei Kostümierung und Maske
getrieben wurde. Ich will gar nicht wissen, wieviel Arbeitsstunden
allein das Kostüm des großen bösen Endgegners gekostet hat.
Auch die Mühe, den Kampfplatz mit mehreren Halogenstrahlern
angemessen auszuleuchten macht sich leider nicht jede Orga.
FAZIT: Besserer Durchschnitt.
© 2002 Ralf Hüls aka Leneus der Satyr.