Photographieren im LARP

Im Spiel

Ein Hauptproblem ist, daß man möglichst niemanden in seinem Spiel stören sollte. Dazu gehören erstmal auch Dinge, die nicht direkt mit dem Photographieren zu tun haben: Kameras sollten möglichst verkleidet werden, aber dann auch nicht zu auffällig. Wenn man etwas verbergen will, sollte man nicht drauf hinweisen. Ein einfacher Lederbeutel reicht vollkommen aus. Im [[WesternLarp|Western-]] oder GasLightLarp werden Kameras gelegentlich in Attrappen alter Fotoapparate eingebaut und so im Spiel selbst verwendet. Das hat allerdings den Nachteil, daß die Bedienung der Kamera unhandlicher wird und man auf bestimmte Bildwinkel reduziert wird. Auch bei Fantasy-Szenarien wird zuweilen vorgeschlagen, die Kamera in einen magischen Gegenstand einzubauen und in das Spiel einzubinden. Das ist jedoch umstritten, da nicht alle Spieler Pratchett-artige Verballhornungen moderner Technik in Fantasy-Szenarien schätzen. Viele Spieler fühlen sich von einem unauffällig mitgeführten OutTime-Apparat weniger gestört, als wenn man diesen - wenn auch mit einer "Fantasy"-Erklärung - zum Spielinhalt macht. Für Kameras, die nicht als IT-Apparate getarnt sind, sollte man entsprechend auch keine Intime-Erklärungen (wie "Hofmalerin") erfinden! Eine Kamera sollte immer outtime bleiben. Intime-Witze wie "Huch, es blitzt." und "Guck mal, eine Bilddämonenkiste" sind wahrscheinlich störender als die Kamera selbst. Genervtes Reagieren auf das Photographieren oder den Photographen ist oft störender, als das Photographieren selber. Die sich gestört fühlen können das den Photographen meistens auch unauffällig zukommen lassen. Spätestens, wenn gerade Photographierte (oder gar Unbeteiligte) laut den Photographen anbrüllen, daß sie sich durch das Photographieren im Spiel gestört fühlen, stören sie andere enorm in ihrem Spiel. Nichtsdestotrotz sollte der Photograph natürlich auch unbedingt die Wünsche der Leute respektieren, die nicht photographiert werden wollen. Wenn das Motiv abwinkt oder sich wegdreht, sollte man die Aufnahme sofort abbrechen. Gestellte Gruppenphotos sind übrigens auch eher was für nach dem CON, oder halt für Orte, wo nicht so viele Spieler gestört werden (d.h. eigenes Zimmer). Es kann übrigens immer zu kuriosen Störungen kommen, wenn z.B. mitten beim Posen im Wald sich ein Kundschafter ranschleicht hat, der nicht weiß, daß ne Photosession stattfindet ... denkt daran: auch beim Photographieren und Photographiertwerden seid ihr ggf. intime. Damit man keinen direkt im Spiel stört, sollte man Szenen mit hohem Stimmungsgehalt nur knipsen, wenn es absolut unauffällig ist (z.B. keinesfalls mit Blitz). Außerdem sollte der Photograph auch nicht körperlich stören, also kein Rumgewusel (vor allen in Schlachten), und auch kein "Mitten in der Aktion-Stehen". Das "Könnt ihr das nochmal wiederholen?" ist natürlich besonders verpönt. Auch sollte man keine Leute davon abhalten, InTime durch eine Szene zu gehen oder sich zu beteiligen, nur um etwa ein freies Sichtfeld zu behalten. Das Spiel geht vor. Der Photograph muß eben zusehen, wie er seine Aufnahmeposition trotzdem findet oder die Aufnahme einfach sein lassen. Ein Teleobjektiv hilft da natürlich immens: man stört nicht, und mancher ist später überrascht, daß da überhaupt ein Photo gemacht wurde in der jeweiligen Aktion. Die Finger sollte man allerdings vom "Digitalzoom" bei Digitalkameras lassen. Diese Funktion macht nichts Anderes, als einen Ausschnitt des Bildes auf die volle Bildgröße aufzublasen und fehlende Pixel dabei zu interpolieren. Wenn man das unbedingt will, erzielt man in der Regel bessere Ergebnisse, wenn man das später in der Nachbearbeitung selber macht. Der [WikiPedia:Digital_zoom Artikel] in der engl. Wikipedia behauptet zwar, daß das Digitalzoom u.U. besser sein kann, als eine manuelle Ausschnittvergrößerung, aber diverse Tests legen meist das Gegenteil nahe. Im Zweifel sollte man das mal mit der eigenen Kamera testen. Blitzlichtaufnahmen stören natürlich am Ehesten. Besorgt Euch empfindliche Filme (höhere ISO-Zahl) oder stellt Eure Digitalkamera auf eine höhere Empfindlichkeit ein, falls sie diese Funktion hat. Allerdings solltet Ihr ausprobieren ob Euch das meist gröbere "Korn" empfindlicher Filme zusagt, bzw. ob das Farbrauschen, das Digitalkameras bei höherer Empfindlichkeit immer produzieren, bei Eurer Kamera erträglich ist. Mit einer höheren ISO-Zahl könnt Ihr aber die Notwendigkeit des Blitzlichts reduzieren. Da Blitzlichtaufnahmen in großer Dunkelheit selten eine gute Lichtstimmung erzielen, jedoch die Geknipsten meistens stark blenden, ist davon abzuraten. Anders ist es im Dämmerlicht: da kann ein Blitz die Szene genug aufhellen und stört meistens nicht, weil für die Anwesenden das Tageslicht ausreichend Helligkeit bietet, damit die Augen nicht so stark vom Blitz geschockt werden. Selbst wenn bei starkem Sonnenlicht die Automatik der Kamera den Blitz abschalten würde, kann der manuell zugeschaltete Aufhellblitz dennoch sinnvoll sein, um die harten Schatten zu mildern. Die Photos werden hierdurch oft besser, als ohne Blitz.

Motivauswahl

Die Frage, was genau man nun auf einem Con ablichten sollte, ist natürlich zu einem gewissen Teil Geschmackssache. Einzelportraits, Gruppenphotos, Stilleben von Lager und Aufbauten, Action-Shots im Kampfgetümmel. Für den gelegentlichen Nebenbei-Knipser ergibt sich das Problem, daß er möglicherweise immer wenn etwas passiert, gerade beteiligt ist, und nur in Ruhepausen photographiert. Macht man dann vornehmlich Gruppenphotos von ausruhenden Spielergruppen, wirkt ein Con durch die Bilder für Außenstehende leicht verschlafen bis langweilig. Ein Gruppenbild sollte Spannung ausdrücken, einen Augenblick festhalten, in der einer Weise, das man das Gefühl bekommt, einen Augenblick eines Geschehens wahrzunehmen. Auch vor allem für einen Uneingeweihten, der den Moment nicht Live erlebt hat, der nicht dabei war. Anders sieht die Sache ggf. bei Einzelportraits aus. Diese können durchaus etwas statischer sein, ohne langweilig zu wirken. Sie sollten aber die Wirkung und Eigenschaften des dargestellten Charakters unterstreichen.

Bildgestaltung

Wie macht man denn nun gute Bilder? Das ist eher eine Sache der Erfahrung. Hier ein paar grundlegende Ratschläge.
Geht näher 'ran. Wenn ich eins hasse, sind das diese Bilder der Marke "winziger Wappenrock in Landschaft", bzw. große Gruppen, auf denen man dann keinen erkennt und die Hälfte der Leute sowieso mit dem Rücken zur Kamera steht. Portraits und Kleingruppen sind viel interessanter, man erkennt sich leichter wieder und freut sich über ein gutes Charakterportrait mehr als über eine Schlachtreihe, in der man der siebte Farbtupfer von links ist und auch noch gerade in der Nase bohrt.
Zeigt nicht zu viel bzw. arbeitet ein Hauptmotiv heraus. Ein Bild mit vielen Details wirkt oft unübersichtlich und verwirrend. Beschränkt Euch lieber auf ein einzelnes Detail einer Szene. Ob man den Blick des Betrachters durch Ausschnittwahl oder Freistellung des Objekts durch Unschärfen oder Licht- oder Farbkontrast auf eine Einzelheit lenkt ist dabei egal.
http://members.dokom.net/huels/fotos/background1.jpg Der vorige Tipp führt manchmal - vor allem, wenn man im LARP eine stimmungsvolle Szene oder ein tolles Kostüm knipst - dazu, daß man störende Objekte im Hintergrund übersieht, die dann auf dem fertigen Foto aber deutlicher auffallen. Die Kamera sieht weniger selektiv, als das menschliche Auge. Achtet nicht nur auf das Hauptmotiv, sondern auch auf Details im Hintergrund. http://members.dokom.net/huels/fotos/background2.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/back1.jpg Achtet bei Gruppenphotos darauf, daß nicht alle mit dem Rücken zur Kamera stehen oder von der Kamera weggucken. Die Rückansicht eines Spießerhaufens in Formation mag da gerade noch angehen, aber eine lockere Gruppe, die gerade vor der Kamera wegläuft ist selten interessant. http://members.dokom.net/huels/fotos/back2.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/portrait1.jpg Ein häufiger Fehler bei Halbportraits ist es, den Kopf in die Bildmitte zu rücken. Das erzeugt eine große ungenutzte Fläche auf dem Bild. Rückt den Kopf weiter an den oberen Bildrand. Ein klassisches ästhetisches Prinzip empfiehlt eine Bildaufteilung gemäß des [WikiPediaDe:Goldener_Schnitt goldenen Schnitts], dementsprechend könnte man den Hauptgegenstand des Bildes (beim Portrait also das Gesicht) etwa in 2/3 der Bildhöhe placieren (Genauer: 38% zu 62%). Im Beispiel rechts liegt es allerdings schon ''zu'' weit oben. http://members.dokom.net/huels/fotos/portrait2.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/portrait1.jpg Macht Ausschnittvergrößerungen. Geht ins Labor oder legt Euch ein gutes Bildbearbeitungsprogramm zu (kostenfreie Software findet ihr unter PhotoSoftware) und geht die Bilder nochmal durch. Manches Bild mit doofen Ausschnitten oder leichten Fehlern läßt sich am Rechner oder im Labor noch verbessern. So habe ich beim obigen Beispiel lieber das erste Bild zugeschnitten, weil auf dem zweiten Bild zwar der Ausschnitt besser ist, aber Pose und Gesichtsausdruck eher doof sind. http://members.dokom.net/huels/fotos/portrait3.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/ritual.jpg Versucht, langweilige Bilder mit störenden Objekten mit der Bildbearbeitung etwas aufzupeppen. Das Wegretuschieren von OT-Objekten, benötigt allerdings nicht nur wirklich gutes und passendes "Füllmaterial" sondern auch eine ganze Menge Übung. Die richtige Wahl des Aufnahmewinkels erspart einem diesen Ärger im Voraus. Seid auch mit billigen Plugins oder Effekten aus der Bildverarbeitung sparsam, die wirken meist eher kitschig. Das Anpassen von Farbsättigung und Kontrast wirkt in den meisten Fällen positiv, teilweise kann man damit sogar aus sehr schlecht belichteten Aufnahmen ein brauchbares Ergebnis herausholen, wobei natürlich auch hier gilt, dass gutes Ausgangsmaterial besser ist, als Nachbearbeitung. Auf automatische Korrekturen, wie sie Bildbearbeitungsprogramme anbieten, sollte man verzichten und die einzelnen Schritte eher selbst durchzugehen, da nur so ein wirklich gutes Ergebniss erzielt werden kann (Siehe [[Kommentare zu Photographieren|Kommentar]]) http://members.dokom.net/huels/fotos/ritual2.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/pose1.jpg Achtet bei gestellten Charakterfotos darauf, daß Die Leute auch tatsächlich etwas posieren. Niemand sieht besonders Heldenhaft aus, wenn er einfach nur dasteht, ohne jede Haltung oder Körperspannung. Übt Euch darin, Eure Motive beim Posen anzuleiten. Schon ein angewinkelter Arm oder ein etwas geneigter Kopf können den Ausschlag geben. http://members.dokom.net/huels/fotos/pose2.jpg
http://members.dokom.net/huels/fotos/unscharf.jpg Macht viele Bilder und schmeißt rigoros die weniger Guten raus. In der Regel kommen nur 30%-60% meiner Bilder ins Netz. Starke Unschärfe, blöde Gesichter, falsche Posen, weil sich jemand während der Auslöseverzögerung noch bewegt hat und die selbe Szene aus drei Perspektiven interessieren keine Sau. http://members.dokom.net/huels/fotos/unscharf2.gif
Diese Tipps sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Man kann gezielt gegen gestalterische "Regeln" verstoßen um einen bestimmten Effekt zu erzielen. So kann etwa im zweiten Beispiel die Unordnung auf dem Bild gerade das Chaos und die Hektik des Schlachtengetümmels unterstreichen. Überhaupt: lest Euch mal eine Einsteigereinleitung über Grundlagen der Photographie und Bildkomposition durch. Dabei ist relativ egal, ob Ihr analog oder digital photographiert. Verschlusszeiten, Blende und Optik sind bei Digitalkameras im Prinzip nicht anders als bei Filmkameras. Es gibt auch digital alles von Billigst-Kompakten mit fester Blende und Fix-Focus-Objektiv über Kompaktkameras mit vielen Einstellungsmöglichkeiten bis hin zu professionellen digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven. Das einzige, was die Digitale von der Analogen unterscheidet, ist das Medium, das das Bild aufnimmt. Aber bevor das Bild auf den Film oder Chip gelangt, gelten bei beiden Verfahren die gleichen Prinzipien. * [http://www.iffy.de/fotoschule.htm Iffys Photoschule] - Grundlagen in aller Kürze * [http://www.fotolehrgang.de/ Photolehrgang von Tom Striewisch] - Umfassender Lehrgang über Technik und Gestaltung * [http://www.kg-fotokurs.de/ Presse-Photokurs von Karl Grüner] - Bildgestaltung für die Dokumentarphotographie * Grundlegendes, Abstraktes und Philosophisches zur Bildgestaltung von [http://www.andreashurni.ch/bildgestaltung/index.html Andreas Hurni] und [http://www.andreashurni.ch/ali/index.html Michael Albat] * Ein [http://www.oih.rwth-aachen.de/AGs/FOTOAG/feininger.html Kapitel] über Bildgestaltung aus einem Buch von A. Feininger (s.u.) * [http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fototipps Fototipps] der deutschen WikiPedia. Stark auf Dokumentarfotografie ausgerichtet. Sicher vor Allem interessant für Leute, die vielleicht Illustrationen für das LarpWiki anfertigen wollen. * [http://tipsfromthetopfloor.com/ Tips from the top floor] Regelmässiger Podcast mit vielen handwerklichen Tipps, vor allem für Digitalfotografen. (engl.) * [http://www.die-produktfotografie.de/ die-produktfotografie.de] hilft vielleicht, wenn man seine Ausrüstung in Szene setzen möchte (um LarpAusrüstung auszubauen ;-) * [http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,485736,00.html Netter Artikel] bei Spiegel-Online über Reisefotografie mit einfachen technischen Mitteln mit einigen praktischen Tipps. (Wird vermutlich ab September '07 nur noch im kostenpflichtigen Archiv sein, sollte dann hier entfernt werden). Unter [[Photographie_Fehler|Photographie-Fehler]] wird versucht, einige häufige Probleme und deren Abhilfen am Beispiel darzustellen. Es gibt da ein paar sehr einfache Dinge, auf die man achten und damit die Bildqualität stark verbessern kann. Ich störe mich an Sätzen, die man manchmal hört, wie "Meine neue Kamera macht schöne Bilder". Ich bin der Meinung, daß der Beitrag des Photographen zum Bild größer ist, als der der Kamera (zumindest ab einer gewissen Abbildungsleistung des Geräts). Aber dennoch: Know thy tool. Macht Euch mit den technischen Details Eurer Kamera vertraut. Auch kompakte Kameras haben teilweise schon mehr Einstellungsmöglichkeiten als "anschalten und hier draufdrücken". Entwickelt Eure eigenen Kamera-[WikiPediaDe:Kata Kata]. Jede Kamera hat bestimmte Einsatzgebiete für die sie besonders taugt, bestimmte Einstellungen mit denen sie besonders gute Ergebnisse erzielt und andere, bei denen sie weniger leistet (unter [[Photographie_Kaufberatung]] finden sich einige Tipps zur Kamerawahl). Kennt die Vorzüge und Schwachstellen Eures Werkzeugs und beherrscht die Handgriffe. Im Spiel ist es zu spät, noch den Gebrauch der Kamera zu üben. Digitalphotos bieten dabei als nachträgliche Möglichkeit zur Diagnose die sogenannten [WikiPedia:Exif Exif]-Header, die von vielen Kameras mit der Bilddatei gespeichert werden. Da sind meist auch die Belichtungsparameter enthalten (Blende/Zeit). Daran kann man, falls die Kamera diese Daten auch speichert, sehen, was bei der Aufnahme tatsächlich passiert ist. Siehe dazu auch PhotoSoftware. Schaut Euch Photos anderer Photographen an und versucht zu analysieren, was Euch daran stört oder warum die Bilder auf Euch wirken. Hier ein paar Beispiel-Galerien von Leuten mit gutem Auge: * [http://www.derlarpfotograf.de/ Gerrit Brodmann] * [http://www.jansfotos.de/gallery2/main.php?g2_itemId=1304 Jan Dinspel] * [http://gallery.drachenfuerst.de/albums.php Niels Christian Görz] * Nabil Hanano - [http://fml.discordia.ch/turney/Nabil/ Bilder der großen Turney] * [http://www.jansfotos.de/gallery2/main.php?g2_itemId=14165 Verena C. Heinrich] * [http://teleute.discordia.ch/gallery/v/larp Ralf Hüls] * Holger Obst - [http://www.ceridisches-faehnlein.de/gallery2/v/ml4/ vom Minas Londria IV] * [http://home.vrweb.de/~guido.strotmann/galerien/portraits/ringg/show1.html Guido Strotmann] * [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/1822 Fotocommunity]-Galerie zum Thema Ritterspiele und Mittelaltermärkte * [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/10765 Fotocommunity]-Galerie zum Thema Rollenspiel und Fantasy * [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/12227 Fotocommunity]-Galerie zum Thema historisch Verkleiden * [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/12211 Fotocommunity]-Galerie zum Thema Fantasy Guckt viele fremde Bilder an. Analysiert, was Euch daran gefällt, was nicht, und was Ihr anders gemacht hättet. Macht viele Bilder. Seid selbstkritisch. Lernt Regeln zur Bildgestaltung...und brecht sie. Macht Bilder, die Euch selbst bewegen. Knipst nicht irgendwelchen Scheiß, weil der als "gut" oder "richtig" gilt. Letztlich gibt es auch berühmte Fotos legendärer Fotografen, die gegen Lehrbuchregeln verstoßen. * [http://theonlinephotographer.blogspot.com/2006/06/great-photographers-on-internet.html Great Photographers on the Internet]

Nach dem Spiel

Gerne gesehen wird es, wenn die Geknipsten später auch an die Bilder rankommen. Eine einfache Möglichkeit ist dabei, die Sachen ins Internet zu stellen. Beachtet hier aber stets, daß die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen gewahrt bleiben. Achtet auch darauf, daß Eure Bildergalerie übersichtlich ist und die Dateien nicht zu groß werden. Immer noch haben nicht alle Internet-Nutzer eine Breitbandleitung und einen 20"-Monitor. Benutzt kleine Vorschaubilder und skaliert die Bilder auf übliche Bildschirmformate. Auch wenn es vielleich ein klein wenig kostet: nutzt nach Möglichkeit eine werbefreie Webseite für Eure Galerie. Viele Gratis-Galerien nerven den Betrachter mit Werbe-Popups und umständlicher Navigation. Auch das erhöht das Datenaufkommen und schmälert die Übersichtlichkeit für den Betrachter. (Siehe weiter unten 'Wohin mit den Bildern?') Und schiebt nicht einfach den Inhalt Eurer Chipkarte aus der Digitalkamera auf die Webseite. Es gibt wenig nervenderes als eine Galerie mit 300 Bildern, von denen 80% unscharf, verwackelt, fehlbelichtet, fast identisch oder sonstwie unbrauchbar sind. Digitalphotographie ist ein Segen, weil die Fehlversuche nichts kosten, aber auch ein Fluch, wenn dennoch alle Fehlversuche auf der Homepage landen. Trefft eine Auswahl der gelungenen, interessanten Bilder, versucht die Mittelmäßigen im Labor oder mit der Bildverarbeitung noch zu verbessern und stellt nur ins Netz, was Andere auch sehen wollen. Natürlich kann da auch mal ein weniger gelungenes Bild dabei sein, wenn es nun mal leider das einzige Bild ist, auf dem eine bestimmte Person drauf ist. Manch einem ist ein schlechtes Charakterportrait vielleicht doch noch lieber als gar keins. Aber ein verwackeltes, unterbelichtetes Bilder, auf dem zu 80% Wald zu sehen ist und zu 20% ein verschwommender LARPer mit dem Rücken zur Kamera, sollte man löschen. Auch sind fünf Totalen des Zeltplatzes aus der gleichen Perspektive unnötig. Da reicht es, wenn man eine drin läßt Hier ist sicherlich auch der Zweck der Galerie zu beachten. Auf einer Seite, die zur Selbstdarstellung einer [[LarpGruppen|Gruppe]] dient, mag eine Galerie, die nur Mitglieder der eigenen Gruppe in diversen Posen zeigt, noch angehen, als Dokumentation einer Veranstaltung wäre sie eher unglücklich.

= # Wohin mit den Bildern?

= Also wohin mit den Bildern, wenn es werbefrei sein soll? Einmal bieten einige LARPer für 'Friends & Family' ein wenig Webspace auf ihren eigenen Servern an, also fragt doch einfach mal in eurer Bekanntschaft nach. Ausserdem freuen sich einige Orga wenn sie eure Bilder in ihrer Galerie veröffentlichen dürfen. Dann gibt es inzwischen einige Galerie-Anbieter oder Photo-Communities die (noch) werbefrei arbeiten. (Kann jemand was über die Werbefreiheit von Photobucket.com sagen? Ich benutz es nicht. MelaEckenfels) Eine davon ist zum Beispiel [http://flickr.com/ Flickr]. Auf Flickr gibt es, neben der reinen Bereitstellung von Speicherplatz auch die Möglichkeit die einzelnen Bilder zu kommentieren oder gar Notizen zu einigen Bereichen der Bilder hinzuzufügen um die Betrachter auf besondere Details hinzuweisen. Daneben gibt es dort noch eine internationale Gruppe für [http://www.flickr.com/groups/63936741@N00/ LARP-Bilder]. Flickr ist an sich kostenfrei, hält aber ein 20MB/Monat Upload-Limit für die Gratis-Benutzer vor. Auch sehr interessant für LARPer ist die Möglichkeit thematische Gruppe anzulegen, in denen z.B. alle Teilnehmer eines Cons ihre Bilder ablegen können. '''Für LARPer interessante Flickr Gruppen:''' * [http://www.flickr.com/groups/63936741@N00/ LARP] * [http://www.flickr.com/groups/medievalcombat/pool/ Medieval Combat & European Martial Arts]

# Literatur

;Andreas Feininger:Große Fotolehre ;;ISBN:3453179757: ;;Rundumschlag über Technik und Gestaltung. Vieles über Filme und Labortechnik, das den heutigen Digitalknipser nicht mehr interessiert, aber auch einiges über Bildgestaltung.: ;;Hier ein [http://www.oih.rwth-aachen.de/AGs/FOTOAG/feininger.html Auszug] aus seinem Kapitel über Gestaltung: ;John Freeman:Fotografieren ;;ISBN:342666965x: ;;Universallehrbuch über Technik und Gestaltung. Auch einige Kapitel über Digitalfotografie: ;John Hedgecoe:Die Kunst der Farb-Fotografie ;;ISBN:3804351344: ;;Speziell für Farbfotografie geeignet durch die Kapitel über Farbenlehre und Farbpsychologie. Herausragende Beispielfotos: ;Andreas Feininger:Die hohe Schule der Fotografie ;;ISBN:3453412192: ;;Mehr zur Bildgestaltung. Technik wird nur angerissen. Auch nicht mehr ganz aktuell aber mit vielen grundsätzlichen Themen, die nicht veralten.: ;Thomas Maschke:Porträt-Fotografie ;;ISBN:3804351301: ;;Relativ oberflächlich, bietet aber erste Grundlagen; ich hatte es aus der Leihbücherei, zum Kauf würde ich es nicht empfehlen: ;J.D. Wacker:Master posing guide for portrait photographers ;;ISBN:1584280573: ;;Umfassende Einführung mit vielen Beispielen.: ;Bill Hurter:The portrait photographer's guide to posing ;;ISBN:158428126X: ;;Umfassende Einführung mit vielen Beispielen. Leider ist der Bezug zwischen Text und Beispielen nicht sehr konkret.: ;Thomas Maschke:Porträt-Fotografie ;;ISBN:3804351301: ;;Relativ oberflächlich, bietet aber erste Grundlagen; ich hatte es aus der Leihbücherei, zum Kauf würde ich es nicht empfehlen: ;Philippe L. Gross, S. I. Shapiro:Tao of Photography - Seeing beyond seeing ;;ISBN:1580081940: ;;Jenseits der Technik wird hier mit Konzepten aus der fernöstlichen Philosophie ein Ansatz für eine künstlerische photographische Sichtweise entwickelt. Kein hoher Gebrauchswert, aber nett zu lesen.: ;Henri Cartier-Bresson:The Mind's Eye ;;ISBN:0893818755: ;;Autobiographische und philosophische Schnipsel von einem der bekanntesten Reportagefotographen. Kein unmittelbarer Gebrauchswert, aber grandios.: ---- RalfHüls, MelaEckenfels, CarstenThurau und einige Teilnehmer der LarpMailingList ([http://www.larp-planung.de/anzeigen.php3?id=100503 Originalfassung])

© 2002-2006 Ralf Hüls

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