© by Sabine Landeck
So sah unser Zwergenstuebchen noch vor dem großen Umbau im Winter 2009/2010 aus.
Für die kalte Jahreszeit sind die kleinen Wackelnäschen von Natur aus eigentlich ganz gut
gerüstet. Allerdings trifft das NUR auf die Kaninchen zu, die auch die langsam sinkenden Temperaturen
im Herbst draußen "Hautnah" mit erlebt haben und ein Winterfell bekommen haben. Alle anderen würden
ganz sicher erfrieren, oder schwer Krank werden!!!
Ein gesundes, wohlgenährtes Kaninchen mit dichtem Winterfell braucht, auch bei den eisekalten
Tiefsttemperaturen wie sie hier in Deutschland vorkommen, nicht viel um gut durch die kalte Jahreszeit
zu kommen. Lediglich ein trockenes!, vor Zugluft geschütztes! Plätzchen, eine extra portion Stroh
(z.B. ins Schlafhäuschen das isoliert automatisch), reichlich frisches Obst und Gemüse (Vitamine) und
einen Artgenossen an dem man sich schön wärmen kann...;o) Natürlich sind auch diese
Mümmelmänner dankbar wenn der Stall ein wenig Isoliert wird, zwingend nötig ist das aber nicht. Nur
die Trinkflaschen (Nippeltränken) und Wassernäpfe bedürfen besonderer Aufmerksamkeit! Sie frieren
sehr schnell ein!!! Je wärmer das Wasser eingefüllt wird, desto schneller friert es übrigens wieder ein.
Also besser handwarmes bzw. kühles Wasser über den Tag verteilt reichen, bzw. Flaschen regelmässig
auftauen.
Niemals!!! Ein Tier stundenweise (zum Aufwärmen) ins Haus holen. Spätestens wenn die Mümmel
wieder in die kälte muß wird der Kreislauf schlapp machen!!! Das Tier würde im schlimmsten Fall sterben.
Also, keinen großen Temperaturschwankungen aussetzen!!! Wir können uns eine Jacke an- und wieder
ausziehen. Ein Kaninchen nicht... Man stelle sich vor, man würde sich ein paar Stunden mit Wintermantel
in ein beheiztes Wohnzimmer setzen und anschließend geht man genau so wieder nach draußen in die
Kälte... (Anschließend liegen sie garantiert Wochenlang mit einer Lungenentzündung im Bett...)
Auch ein krankes, angeschlagenes Tier nicht einfach so schnell ins Haus holen. Besser langsam
umgewöhnen: Von draußen zunächst ein paar Tage in einen ungeheizten Raum (z.B. Keller/Garage ect.)
Erst Fenster auf, später dann Fenster zu... Nach ein-zwei Wochen langsam anfangen zu Heizen bis die
Zimmertemperatur erreicht ist. Nach der Genesung bis zum Frühling im Haus belassen oder Temperatur
über drei-vier Wochen wieder langsam runterfahren...!