Es fuegt sich, do ich was von zehen jaren alt, ich wolt besehen, wie die werlt wer gestalt. mit ellend, armüt mangen winkel haiss und kalt hab ich gebawt bei cristen, kriechen, haiden Drei pfenninc in dem peutel und ain stücklein brot, das was von haim mein zerung, do ich loff in not. von fremden, freunden so hab ich manchen tropfen rot gelassen seider, das ich wand verschaiden. Ich loff ze fuss mit swerer buss, bis das mir starb mein vatter zwar, wol vierzen jar, nie ross erwarb, wann aines roupt, stal ich halbs zu mit valber varb, und des geleich schied ich da von mit laide. Zwar renner, koch so was ich doch und marstaller, auch an dem rüder zoch ich zu mir, das was swer, in Kandia und anderswo, ouch widerhar, vil mancher kittel was mein bestes klaide. Gen Preussen, Littwan, Tartarei, Turkei uber mer, gen Frankreich, Lampart, Ispanien mit zwaien kungesher traib mich di minn auf meines aigen geldes wer: Ruprecht, Sigmund, baid mit des adlers streiffen. franzoisch, mörisch, katlonisch und kastilian, teutsch, latein, windisch, lampertisch, reuschisch und roman die zehen sprach hab ich gebraucht, wenn mir zerran; auch kund ich fidlen, trummen, paugken, pfeiffen. Ich hab umbfarn insel und arm, manig land, auff scheffen gros, der ich genos von sturmes band, des hoch und nider meres gelider vast berant; die swarzen see lert mich ain vas begreiffen, Do mir zerbrach mit ungemach mein wargatein, ain koufman was ich, doch genas ich und kom hin, ich und ain Reuss; in dem gestreuss houbgüt, gewin, das sücht den grund und swam ich zu dem reiffen. Ain künigin von Aragon was schon und zart, da für ich kniet, zu willen raicht ich ir den bart, mit hendlein weiss bant si darein ain ringlin zart lieplich und sprach: "non mai plus disligades." Von iren handen ward ich in die oren mein gestochen durch mit ainem messin nädelein, nach ir gewonheit sloss si mir zwen ring dorein, die trüg ich lang, und nennt man si raicades. Ich sücht ze stund künig Sigmund, wo ich in vand, den mund er spreutzt und macht ain kreutz, do er mich kant, der rüfft mir schier: "du zaigest mir hie disen tant," freuntlich mich fragt: "tün dir die ring nicht laides?" Weib und ouch man mich schauten an mit lachen so; neun personier kungklicher zier, die waren da ze Pärpian, ir babst von .Lun, genant Petro, der Römisch künig der zehent und die von Prades. Mein tummes leben wollt ich verkeren, das ist war, und ward ain halber beghart wol zwai ganze jar; mit andacht was der anfangk sicherlichen zwar, hett mir die minn das ende nicht erstöret. Die weil ich rait und süchet ritterliche spil und dient zu willen ainer frauen, des ich hil, die wolt mein nie genaden ainer nussen vil, bis das ain kutten meinen leib bedoret. Vil manig ding mir do gar ring zu handen ging; do mich di kappen mit dem lappen umbefing. zwar vor und seit mir nie kain meit so wol verhing, die mein wort freuntlich gen ir gehöret. Mit kurzer schnür die andacht für zum gibel aus, do ich die kutt von mir do schutt in nebel rauss, seid hat mein leib mit leidvortreib vil mangen strauss gelitten, und ist halb mein freud erfröret. Er wër zu lang, solt ich erzellen all mein not, ja zwinget mich erst ain ausserweltes mündli rot, da von mein herz ist wunt bis in den bittern tod; vor ir mein leib hat mangen swaiss berunnen. Dick rot und blaich hat sich verkert mein angesicht, wann ich der zarten dieren hab gewunne phlicht, vor zittern, seufzen hab ich offt emphunden nicht des leibes mein, als ob ich wër verbrunnen. Mit grossem schrick so bin ich dick zwaihundert meil von ir gerösst und nie getrösst zu kainer weil; kelt, regen, snee tet nie so we mit frostes eil, ich brunne, wenn mich hitzt die liebe sunne. Won ich ir bei, so ist unfrei mein mitt und mass. von ainer frauen so müss ich pawen ellend strass in wilden rat, bis das genadt lat iren hass, und hulf mir die, mein trauern käm zu wunne. Vierhundert weib und mer an aller manne zal vand ich ze Nio, die wonten in der insell smal; kain schöner pild bestach nie mensch in ainem sal, noch mocht ir kaine disem weib geharmen. Von der ich trag auff mein rugk ain swëre hurd, ach got, wesst si doch halbe meines laides burd, mir wër vil dester ringer offt, wie we mir wurd, und het geding, wie es ir müsst erbarmen. Wenn ich in ellend dick mein hend offt winden müss mit grossem leiden tün ich meiden iren grüss, spat und ouch frü mit kainer rü so slaff ich süss, das klag ich iren zarten weissen armen. Ir knaben, maid, bedenckt das laid, die minne phlegen, wie wol mir wart, do mir die zart bot iren segen. zwar auff mein er, wesst ich nicht mer ir wider gegen, des müsst mein oug in zähern dick erbarmen. Ich han gelebt wol vierzig jar leicht minner zwai mit toben, wüten, tichten, singen mangerlai; es wër wol zeit, das ich rneins aigen kindes geschrai elichen hort in ainer wiegen gellen. So kan ich der vergessen nimmer ewiklich, die mir hat geben mut uff disem ertereich; in aller werlt kund ich nicht finden iren gleich, auch fürcht ich ser elicher weibe bellen. In urtail, rat vil weiser hat geschätzet mich, dem ich gevallen han mit schallen liederlich. Ich, Wolkenstein, leb sicher klain vernünftiklich, das ich der werlt also lang beginn zu hellen. Und wol bekenn, ich wais nicht, wenn ich sterben sol, das mir nicht scheiner volgt wann meiner werche zol. het ich dann got zu seim gebott gedienet wol, so forcht ich klain dort haisser flamme wellen.