Wenn ich betracht, straefflich bedenck den tag durch scharpfs gemüte der creaturen undertchaid, ir übel und ir güte, So vind ich ains in solchem klaid, des übel, güt niemt verbessren, böfren mag. Ich hab gedacht der slangen houbt, da von Johannes Schribet, wie in der werlt kain böser frucht sich auf der erden scheibet: vil schnöder ist unweiplich zucht, von ainer schönen, bösen frauen plag. Man zemet liephart, löwen wild, den püffel, das er zeucht; der ainem weib die haut abfildt, und si die tugent fleucht, noch kund man fi nicht machen zam, ir üble gifft ist aller werlde gram. Wirt fi geert, so kan fi niemt mit hoffart überwüten; ift si versmächt, to tobt ir müt geleich des meres flüten; armt si an wirden oder an güt, so ist si doch der bosshait allzeit reich. Ain weib entert das paradis, des Adam ward geschendet; Matusalem, der starck Samson geswechet und geplendet von weiben; David, Salomon durch frauen sind betrogen frävelich. Aristotiles, am maister gross, ain weib in überschrait, zwar seiner kunst er nicht genoss, hoflichen si in rait, küng Alexander, mächtig, hön, von frauen viel, und Absolon, der schön. Ain schön, bös weib ist ain gezierter strick, am spies des herzen, ain falscher freund der ougen want, ain lust truglicher smerzen; des ward Helias serr versant, und Jofeph in den kärker tieff versmitt. Ain heilger leib, hiess sant Johanns baptista, ward enthoubet urch weibes räch, da vor uns crist behüt. ouch ward betoubet, gevangen durch ains weibes list der von Wolkenstein, des hanck er manchen tritt. Dorumb so rat ich jung und alt, fliecht böser weibe glanz! bedenckt inwendig ir gestalt, vergifftig ist ir swanz, und dient den frummen freulin rain, der lob ich breis über all karfunkelstain!