Unser Gehirn
enthält das Gedächtnis. Das Gedächtnis ist ein Netz, das von unseren fünf Sinnesorganen
gewebt und mit
Informationen gefüllt wird. Unser Blick kann in nur einer viertel Sekunde Informationen aus einem Bild
aufnehmen, verarbeiten und zuordnen. Dies ist möglich, weil alle
Gehirnzellen in einem Team zusammenarbeiten. Pausenlos werden
Informationen miteinander ausgetauscht, dabei laufen unzählige
Arbeitsschritte gleichzeitig im Gehirn ab.
Alle Sinneswahrnehmungen durchlaufen erst
einen Filter: das Ultrakurzzeitgedächtnis. Dieser Filter ist
notwendig und sinnvoll, da er verhindert, dass wir in der großen
Informationsflut ertrinken.
Für weniger wichtige Informationen benutzt unser Gehirn das
Kurzzeitgedächtnis als Speicher. Dinge, die wir erledigen wollen - zum Beispiel aus dem
Keller eine Flasche Wein holen - werden im Kurzzeitgedächtnis gespeichert
und dann wieder vergessen. Die Fähigkeit, Fakten und Informationen
schnell und lange genug im Kurzzeitgedächtnis zu speichern, lässt bei
jedem Menschen nach, wenn sie nicht trainiert wird.
Wahrnehmungen, die für uns interessant sind, die an Erfahrungen
anknüpfen oder Erwartungen und Bedürfnisse erfüllen, nimmt das
Kurzzeitgedächtnis bewusst auf. Die Informationen werden geordnet
und an das Langzeitgedächtnis übergeben.
In das Langzeitgedächtnis
werden alle Informationen aufgenommen, die für lange Zeit wichtig sind.
Erinnerungen an die Kindheit, an Urlaubserlebnisse oder an den Inhalt
eines Buches rufen wir aus dem Langzeitgedächtnis ab. Erinnerungen aus
dem Langzeitgedächtnis gehen im Alter nur in sehr begrenztem Umfang
verloren.