Vorläufiges Medienkonzept

Dieses Konzept spiegelt unsere Vorstellungen von Unterricht mit Medien an unserer Schule wider. Dabei legen wir ein Medienverständnis zugrunde, welches sich nicht nur auf die sog. Neuen Medien bezieht. Wir machen hier Aussagen über die Faktoren, die dazu beitragen, Medien systematisch in den Unterricht der Ricarda-Huch-Realschule zu integrieren. Wir nutzen Medien, um die Anforderungen der neuen Kernlernpläne zu erfüllen.
Leitbild
Im Informatikraum Im Mittelpunkt der Arbeit stehen unsere Schüler und Schülerinnen. Um diese unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen und lokalen Herkunft gezielt fördern zu können, nehmen wir den Gedanken von mehr Chancengleichheit ernst und sehen in der Nutzung der Medien im Unterricht einen wichtigen Beitrag dazu.
Etwa ein Drittel unserer Schülerschaft ist ein Zugang zu Medien im häuslichen Bereich nicht möglich bzw. wird nicht unterstützt. Wir definieren Lernen als einen lebenslangen Prozess, bei dem das vernetzte Lernen mit Medien eine zentrale Rolle spielt. Außerdem wollen wir die Schüler und Schülerinnen auch auf die Anforderungen, die die Arbeitswelt an sie stellt, gut vorbereiten.
Zielbestimmung
Es ist unser Ziel, Medien systematisch in den Fachunterricht zu integrieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Medien als Werkzeuge für eigenes, zielgerichtetes Handeln zu gebrauchen. Darüber hinaus setzen sie sich kritisch mit diesen auseinander, um sie effizient für ihren Lernprozess zu nutzen. Beim Vermitteln der Medienkompetenzen orientieren wir uns im Hinblick auf die Neuen Medien am „Medienkonzept der Dortmunder Realschulen“. Unterstützung erhalten wir durch die neuen Kernlernpläne, in denen die Kompetenzen festgelegt sind, die die Schüler und Schülerinnen durch den Unterricht erwerben müssen. Durch den systematischen Einsatz von Medien wollen wir die Qualität des Unterrichts verbessern.
Unterrichtsentwicklung
Die Module „Lehrerraumsystem“ und „Methoden lernen“ unseres Schulprogramms unterstützen in besonderer Weise die Integration der Medienecken in den Fachunterricht. Sie eröffnen den Unterrichtenden alle Möglichkeiten die Methoden, die das selbstständige Lernen fördern, anzuwenden. Gemeint sind hier z.B. Wochenplanarbeit, Stationenlernen und Freiarbeit, also Methoden, die den offenen, schülerorientierten Unterricht ermöglichen. Ein Austausch über gelungene Unterrichtseinheiten, Projekte oder Einzelstunden soll in den Fachkonferenzen stattfinden und dokumentiert werden. Daraus entsteht im Rahmen des Pilotprojektes „IT - Control“ eine Datenbank, die Anregungen und Material für die weitere Arbeit bietet. Durch die Architektur des Netzwerkes der Schule haben sowohl die Schüler und Schülerinnen als auch die Lehrer und Lehrerinnen die Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. Fächerübergreifendes und -verbindendes Lernen wird somit erleichtert und unterstützt. Alle Schülerinnen und Schüler der RHR müssen in die Benutzung des Netzwerkes (Anmeldung, Aufrufen von Programmen, Abspeichern von Dateien, Arbeit ...) eingewiesen werden. Das „Medienkonzept der Dortmunder Realschulen“ (wird im Schulnetz zur Verfügung gestellt) stellt dafür eine große Anzahl von fertig ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten mit Arbeitsblättern zur Verfügung. Für die fünften Klassen sind dazu Kurzlehrgänge vorgesehen, alle anderen Jahrgangsstufen werden im laufenden Unterricht bzw. im Rahmen von Projekten/Projekttagen geschult. Die Mitglieder der Steuergruppe bieten Hilfe in Form von Teamteaching an. Die Umsetzung unseres Konzeptes geht einher mit der Veränderung von Unterricht.
Personalentwicklung - Fortbildung
Um die Ziele zu erreichen, ist eine umfassende, systematische Qualifizierung der Lehrer und Lehrerinnen notwendig. Als Kooperationspartner stehen uns dabei das Medienzentrum der Stadt Dortmund und das IT - Center Dortmund zur Seite. Im Schuljahr 2003/04 nahm ein Drittel des Kollegiums an einer OpenOffice - Schulung teil. Die Steuergruppe „Medienkonzept“ absolviert die Schulung zum First - Level-Support. Die weiteren Fortbildungen ergeben sich aus den konkreten Wünschen, die im entstehenden Fortbildungskonzept integriert sind. Da die Fortbildungen sich am Bedarf orientieren, sollte später auch fach- und jahrgangsbezogen Unterricht geplant werden. Unterrichtshospitationen, Teamunterricht und fächerübergreifendes Unterrichten ermöglichen den systematischen Aufbau einer Feedback-Kultur an der Schule. An der Schule existieren z. Zt. drei Teams, in denen am Einsatz von Medien im Unterricht gearbeitet wird:
  1. Projektgruppe zum ITC-Wartungsprojekt, derzeit identisch mit
  2. Steuergruppe „Medienkonzeptentwicklung“,
  3. Arbeitsgruppe, in der alle Unterrichtenden vertreten sind, die eine Medienecke in ihrem Unterrichtsraum haben.
Alle Gruppen verstehen sich als offene Angebote zum Erfahrungsaustausch, zur Fortbildung und zur Entwicklung weiterer Perspektiven.
Organisationsentwicklung
Die oben benannten Veränderungen des Unterrichts werden sich auch in der Stundenplanentwicklung niederschlagen. Im Vorfeld geplante Kooperationen werden bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt (Doppelstunden, paralleler Unterricht in zwei Klassen ...). Die Durchführung von Projekten/Projekttagen unter Einbeziehung der Medienarbeit wird von Seiten der Schulleitung gefördert. Ins Auge zu fassen ist eine Entlastung der Kolleginnen und Kollegen, die mit besonderem Zeitaufwand das bestehende Mediensystem pflegen und an dessen weiteren Ausbau beteiligt sind.
Ausstattung
Ist-Stand (Juni 04)
Es besteht ein Netzwerk im Neubau, eine Anbindung zum Altbau ist in Zukunft möglich. Altbau 12 Klassen-räume Fachraum Biologie Fachraum Chemie Fachraum Hauswirt-schaft Schüler-bücherei größtenteils mit Fernseher Videorekorder, OH-Projektor, vereinzelt Diaprojektoren + CD-Player umfangreiche Materialien - sammlung, umfangreiche Materialien- sammlung, Fernseher, Videorecorder Küchenaus- stattung, Nähmaschinen Neubau 13 Klassen-räume Fachraum Biologie Fachraum Chemie Fachraum Physik Fachraum Informatik je eine Medienecke mit 2 PCs (Windows 98; Open office), teilweise Drucker + Scanner vereinzelt Fernseher + Videorekorder kleine, unvollständige Materialien- sammlung, Beamer, Videorecorder Materialien- sammlung, Beamer, Videorecorder umfangreiche Materialien- sammlung, Beamer, Videorecorder 19 PCs, Lehrer PC, Beamer, Scanner, Drucker Weiterhin verfügt die Schule über 2 Laptops, zwei Digitalkameras, einen DVD-Player (im Sekretariat stationiert), eine Videokamera (Bio Altbau), eine Flexcam (Chemie Neubau).
Soll-Stand
Der Raum 206 soll zu einem Multimediaraum ausgebaut werden. Bei der Sanierung wurden die Elektroinstallation bereits angelegt. Die Lehrerräume des Altbaus sollen ebenfalls über Medienecken verfügen. Alle Räume des Altbaus sollen in das Schulnetz des Neubaus eingebunden werden.
Software
Grundsätzlich wollen wir in erster Linie frei zugängliche Software nutzen, da sie allen Nutzern unabhängig von der Einkommenssituation zur Verfügung steht, die finanziellen Mittel der Schule schont und das Monopol der wenigen Giganten nicht unterstützt. Die typischen Anwendungen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation u.a. werden deshalb durch OpenOffice gewährleistet. Die Anschaffung fachspezifischer Software wird durch Beschlüsse der einzelnen Fachkonferenzen geregelt. Das gegenwärtig vorhandene Material wird im Physikraum des Neubaus aufbewahrt und durch Frau Schäde verwaltet.
Technische Wartung der Ausstattung
Die RHR nimmt am Pilotprojekt „IT-Control“ der Stadt Dortmund und des IT-Centers teil. Die daraus hervorgehenden Aufgaben sind im Pflichtenheft des Projektes dokumentiert. Der direkte Kontakt zum ITC wird durch Frau Franzke, Frau Velewald und Herrn Stewen gepflegt. An den Schulungen zum First Level Support nimmt derzeit die o.g. Steuergruppe teil. Sie übernimmt auch die Anleitung aller Kolleginnen und Kollegen und ist Ansprechpartner im Falle auftretender Probleme.
Evaluation
Durch die Evaluation des Unterrichts wollen wir feststellen, ob unsere Anstrengungen dazu führen, dass die Kompetenzen, die von unseren Schülern verlangt werden, vorhanden sind. Die von Herrn Stewen durchgeführte Befragung der Schülerinnen und Schüler zur Mediennutzung wird im Schuljahr 2004/05 wiederholt und erste Rückschlüsse auf die Wirksamkeit des Konzeptes zulassen. Weitere Evaluationsschwerpunkte und – methoden werden entwickelt, unter Umständen werden wir dazu externe Beratung durch das e - Team oder andere Instanzen in Anspruch nehmen. home