Ich habe mich bei verschiedenen Automobil-Herstellern erkundigt (per e-Mail),
wie die RME-Verträglichkeit der jeweiligen Diesel-Modelle ab Werk aussieht...!?

Hier die Antworten:



Telefongespräch am 05.03.2002 mit Herrn Teßmann (BMW-München).


Die Bayerischen Motorenwerke AG bietet ab sofort für alle Dieselmodelle der 3er und 5er Serie, Limousine und Touringmodell, ein RME-Zusatzpaket an. Bei Neubestellung können Kunden unter Angabe der Codenummer SA 201 gegen einen Aufpreis von € 200,- eine Biodieselausstattung mitbestellen, sodass das Fahrzeug ebenfalls mit Biodiesel gefahren werden kann.

BMW bietet damit für die Modelle: 320 D, 330 D sowie 520 D, 525 D und 530 D ein RME-Paket an. Damit erweitert sich die Anzahl der Biodieselfreigaben um insgesamt 10 Modelle.

Betreff: Biodiesel
Datum: Mittwoch, 23. April 2003 8:31
Von: Stefan Heim <Stefan.Heim@astron-com.de>
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

Laut Hersteller, der MG Rover Group ( UK ), ist die Nutzung von Biodiesel als Ersatz von konventionellem Diesel als Kraftstoff nicht zugelassen. Für Biodiesel müssen die gesamten Dichtungen, Schläuche und vor allem die Einspritzpumpe auf den aggressiveren Kraftstoff abgestimmt werden.

Bitte bedenken Sie auch, dass es zwar von verschiedenen Herstellern eine Kostenübernahme während der Garantie durch von Biodiesel verursachte Schäden gibt, nach der Garantiezeit die Hersteller von Einspritzpumpen (z.B. Bosch) jedoch jegliche Kulanz bei der Verwendung von Biodiesel ablehnen.

Wir hoffen wir konnten Ihnen hiermit weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
MG Rover Deutschland GmbH / Servicecenter

i.A. Gabriele Stempfle

Betreff: Ihre Internet-Anfrage vom 3. November 2000/Unser Zeichen 496936/MW
Datum: Fri, 3 Nov 2000 09:51:34 +0100
Von: Kunden.Info.Center@europe.eds.com
An: torsten.kiebert@dokom.net


Opel Service Center



E-Mail

An: torsten.kiebert@dokom.net
Von: Kunden Info Center@EDSEUROPE


Telefon: +49 (0)6142 - 7 75000
Telefax: +49 (0)6142 - 7 67999


Datum: 03/11/2000

Betreff: Ihre Internet-Anfrage vom 3. November 2000/Unser Zeichen 496936/MW


Sehr geehrter Herr Kiebert,

wir bedanken uns für Ihre E-Mail vom 3. November 2000.

Sie fragen uns nach der Verwendungsmöglichkeit von Rapsölmethylester (RME).

Bitte erlauben Sie uns diesbezüglich die folgenden Anmerkungen: Ausgiebige Feldversuche haben gezeigt, dass Opel Dieselfahrzeuge nach entsprechender Umrüstung der kraftstoffführenden Komponenten und Systeme mit RME (Biodiesel) betrieben werden könnten. Wir haben jedoch unsere Fahrzeuge nicht für den Betrieb mit diesem Kraftstoff freigegeben und bieten auch keine entsprechenden Umrüst-Teilesätze an.

Aus folgendem Grund: Einer neuerlichen, im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellten Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum und des ifeu-Instituts in Heidelberg vom 6. Januar 2000 ist zu entnehmen, dass RME als Dieselkraftstoffersatz sowohl unter dem Gesichtspunkt des Umwelt- und Gesundheitsschutzes als auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit nicht zu befürworten ist.

So zeigt das Gutachten beispielsweise auf, dass positiven Auswirkungen wie einer geringeren CO2-Emission bei der Verwendung von RME andere, wesentliche negative Folgen gegenüberstehen. Genannt seien hier exemplarisch die höhere Emission von Stickstoffverbindungen oder der hohe Flächenverbrauch beim Anbau von Raps.

Sehr geehrter Herr Kiebert, wir hoffen, dass wir Ihnen den Sachverhalt transparent darlegen konnten. Für weitere Fragen oder Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Adam Opel AG


Maik Wölke Adam Opel AG, Service Center, D-65423 Rüsselsheim Sitz der Gesellschaft: Rüsselsheim Handelsregister: Amtsgericht Rüsselsheim, HRB 2001

Vorstand: Robert W. Hendry (Vorsitzender), Wolfgang Strinz (stellv. Vorsitzender), Andrej Barcák, Hans H. Demant, Walter G. Borst, Norbert Küpper, Robert E. Socia, Alain Uyttenhoven.

Aufsichtsrat: Hans Barth (Vorsitzender)

Betreff: Anfrage bezüglich Verträglichkeit von Bio-Diesel
Datum: Wed, 15 Nov 2000 06:38:02 -0500
Von: "Karnine, Werner (W.)" <wkarnine@ford.com>
An: "'torsten.kiebert@dokom.net'" <torsten.kiebert@dokom.net>


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Diesel-Motoren sind von der Grundkonzeption her grundsätzlich auch für den Betrieb mit Rapsöl-Methyl-Ester (RME), dem sogenannten Bio-Diesel, geeignet. Allerdings müssen neben den Motoren auch die zum Einsatz kommenden Kraftstoffsysteme für die Verwendung dieses Alternativ-Kraftstoffes ausgelegt sein. Wie neueste Untersuchungen inzwischen gezeigt haben, ist die Dauerhaltbarkeit der Einspritzanlagen bei längerem Betrieb mit RME nicht immer gewährleistet, da es zu Undichtigkeiten in den Einspritzpumpen kommen kann.

Das Kraftstoffsystem unserer Diesel-Fahrzeuge wurde nicht mit den erforderlichen Modifikationen für den uneingeschränkten Betrieb mit RME-Kraftstoff ausgerüstet und eine entsprechende Nachrüstmöglichkeit ist von uns zur Zeit leider nicht vorgesehen.

Darüber hinaus haben unsere bisherigen Untersuchungen gezeigt, daß die Ölwechsel-intervalle generell gekürzt und zusätzlich die Qualität des Motoröls laufend überwacht werden müßten.

Aus diesen Gründen können wir dem gewünschten Betrieb mit RME leider nicht zustimmen.


Mit freundlichen Grüßen
Ford-Werke Aktiengesellschaft
i. V.

Werner Karnine
Kundenbetreuung, Technische Informationen und Sonderanfragen
Ford Service Organisation

Volkswagen hat schriftlich auf meine e-Mail geantwortet.


RME-Tauglichkeit
Golf Variant


Sehr geehrter Herr Kiebert,

seit dem Modelljahr 1996 sind alle Volkswagen PKW mit Dieselmotoren für den Betrieb mit RME (Biodiesel), entsprechend der E DIN 51 606, freigegeben. Bitte beachten Sie unbedingt die für Ihr Fahrzeug in der Betriebsanleitung beschriebenen Hinweise für den Betrieb mit Biodiesel.

Wenn es dennoch zu Problemen am Kraftstofffilter und am Einspritzsystem kommen sollte, obwohl Sie diese Vorgaben eingehalten haben, ist mangelnde Qualität des Kraftstoffes die Ursache.

Es hat sich gezeigt, dass die Qualität von RME nicht immer den Forderungen der Normierung entspricht. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Tanken vom jeweiligen Tankstellenbetreiber die Qualität (DIN-Norm) des Biodiesels bestätigen zu lassen.

Falls in Ihrem Fahrzeug nachträglich eine Standheizung eingebaut ist, informieren Sie sich beim Hersteller des Gerätes über die Verträglichkeit mit Biodiesel.

Das sind zugegebenermaßen recht viele Hinweise. Doch so können Sie sicher mit Biodiesel fahren. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnten.

Mit freundlichen Grüßen

i.V.                                   i.A.

Holger Andres                Roswitha Karbe


Da AUDI, SEAT und SKODA motormäßig zu Volkswagen gehören, habe ich mir eine schriftliche Anfrage an diese Hersteller erspart.

Ihre e-Mail vom 1. November 2000 (schriftlich geantwortet).


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank, dass Sie sich an uns wandten. Gerne greifen wir Ihre Anfrage auf.

Unser Haus widmet der Entwicklung und dem zukünftigen Einsatz von alternativen Energiequellen und Antriebssystemen große Aufmerksamkeit. Deshalb vertreten wir die Meinung, dass RME (volkstümlich auch als Bio-Diesel bezeichnet) als Nischenkraftstoff eine Zukunft haben und dort eingesetzt werden kann, wo seine ökologischen Vorteile besonders überzeugen (z.B. in Wasserschutzgebieten). RME wird für geschlossene Fuhrparks und spezielle Einsatzgebiete, in denen es kostengünstig zur Verfügung steht, eine Alternative zum herkömmlichen Dieselkraftstoff sein.

Aus verschiedenen früheren Erfahrungen hatte sich allerdings gezeigt, dass bei längerem Betrieb mit RME Schäden an nicht speziell darauf abgestimmten Teilen bzw. Aggregaten nicht auszuschließen waren. Auch war lange Zeit eine gleichbleibende Qualität entsprechend DIN-Vornorm 51606 nicht sichergestellt. Besonders einige Elastomerteile sowie metallische Beschichtungen konnten von RME angegriffen und mussten durch resistentere Materialien ersetzt werden.

Nachdem entsprechend vorbereitete Fahrzeuge seit einiger Zeit nunmehr ohne Beanstandungen und mit Erfolg als Taxi angeboten und eingesetzt wurden, haben wir seit 1995 auch für Privatkunden je eine Modellvariante in der C- und E-Klasse (220 Saugdieselmotoren mit SA-Code 921) für die wahlweise Betankung mit Bio-Diesel oder herkömmlichen Diesel angeboten.

Bei den neueren 4-Zylinder-CDI-(Common-RaiI-Direct-InjektiOn)-Motoren ist der Einsatz nach erfolgreicher Prüfung für die Pkw 200 CDI und 220 CDI bei der E- und C-Klasse, Baureihe W 202, unter Zusteuerung des Codes 921 erfolgt. Für unsere neue C-Klasse, Baureihe W 203, ist der Einsatz von Biodiesel und somit die wahlweise Ausrüstung mit dem Code 921 geplant. Der Einsatztermin wird voraussichtlich Dezember 2000 sein, der 2,7l CDI-5-Zylindermotor ist jedoch für den RME-Betrieb nicht vorgesehen. Wir arbeiten intensiv an diesem Thema und werden unsere Verkaufsstellen rechtzeitig über die Verfügbarkeit informieren.

Abschließend noch den Hinweis, dass wir die Verwendung von RME bei früher ausgelieferten und nicht speziell ausgerüsteten Fahrzeugen aus den o.g. Gründen ablehnen. Auch eine entsprechende Umrüstung kommt infolge der hohen Kosten für Kraftstoffbehälter, Einspritzpumpe sowie verschiedene Leitungen und Dichtungen nicht in Frage.

In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Informationen entsprochen zu haben, wünschen wir Ihnen mit Ihrem Mercedes-Benz stets eine gute und sichere Fahrt.

Mit freundlien Grüßen
Mercedes-Benz Customer Assistance Center N.V.


Rudolf Geiger, Stefan Daschek

Anfrage beantwortet durch AISA (Artificial Intelligence Service Agent)


smart Fahrzeuge sind aufgrund ihrer Konzeption für urbane Mobilität vorgesehen. Da es sich diesen Autos um Kurzstreckenfahrzeuge handelt und Biodiesel oder Rapsöl derzeit nicht flächendeckend verfügbar sind, wurde bereits in der Konzeptionsphase festgelegt, den smart cdi Motor nicht für die Verwendung von Biodiesel oder Rapsöl vorzusehen.

Gravierend ist auch die Tatsache, dass reines Pflanzenöl aufgrund der chemischen Beschaffenheit den in unserem hochentwickelten smart cdi Motor anliegenden Spitzendrücken von bis zu 1350 bar nicht standhält. Die Verwendung von reinem Rapsöl führt auch zur Verkokung der Einspritzdüsen. Ausserdem könnten durch die Verwendung von Speiseöl im Tank Pilzkulturen entstehen. Auch aus diesem Grund eignet sich Rapsöl nicht für die Verwendung in smart Fahrzeugen.

Betreff: Peugeot
Datum: Fri, 10 Nov 2000 11:41:50 +0100
Von: 068187900011-0006@t-online.de (Peugeot Deutschland GmbH)
Rückantwort: Kundenbetreuung@Peugeot.de
Firma: Peugeot Deutschland GmbH
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 03.11.2000.

Nach Informationen des Herstellers können nach Abschluß umfangreicher Testreihen, ab sofort alle Peugeot-Dieselmotoren (incl.Direkteinspritzer) mit einer Beimischung von 30 % Raps-Methylester Biodiesel gemäß aktueller Norm zum normalen Dieselkraftstoff betrieben werden.

Hierbei sind allerdings nachfolgend aufgeführte Vorkehrungen zu beachten.

- Nach der erstmaligen Beimischung ist der Dieselkraftstofffilter nach 1.000 km bis 2.000 km auszutauschen, da RME eventuelle Ablagerungen aus dem Kraftstoffsystem lösen und so der Filter schneller verstopfen kann.

- Bei jedem Werkstattbesuch ist die komplette Kraftstoffversorgungsanlage (inkl. Einspritzung) auf Undichtigkeiten zu kontrollieren und gegebenenfalls instandzusetzen.

- Mindestens alle 5.000 km ist der Motorölstand zu überprüfen und eventuell aufzufüllen.

- Alle 10.000 km ist ein Motorölwechsel (incl. Ölfilter) durchzuführen, da es zu einer Motorölverdünnung kommen kann.

- Im Zuge der Wartungsdienste ist der Wasserabscheider (falls vorhanden) im Kraftstofffilter zu überprüfen und gegebenenfalls zu entleeren, weil RME hygroskopisch, d. h. stark wasseranziehend ist.

Bei Benutzung von Raps-Methylester kann der Kraftstoffverbrauch bei gleicher Leistung ansteigen. Biodiesel ist eine Art Lösungsmittel, das aufgrund seiner aggressiven Beschaffenheit Lacke, Kraftstoffleitungen, Gummidichtungen u.a. angreift. Insbesondere aus diesem Grund kann zur Zeit ausschließlich eine 30%-ige Beimischung freigegeben werden.

Wir gehen davon aus, Herr Kiebert, daß unsere Auskunft für Sie informativ ist und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.


Mit freundlichen Grüßen

Melanie Wittenmeier

Peugeot Kunden-Betreuungscenter

Betreff: AW: Fragen
Datum: Wed, 15 Nov 2000 16:10:45 +0100
Von: dialog.deutschland@Renault.de
An: torsten.kiebert@dokom.net


Guten Tag Herr Kiebert,

vielen Dank fuer Ihr Interesse am Unternehmen Renault.

Die Deutsche Renault AG bietet zur Zeit keine Modelle bzw. Umruestungen hinsichtlich einer bivalenten Kraftstoffversorgung an.

Auf der Suche nach Alternativkraftstoffen tritt jedoch seit geraumer Zeit die Verwendung von Raps-Methyl-Esther als Ersatz zum Dieselkraftstoff in den Vordergrund.

Vor diesem Hintergrund hat Renault in Frankreich eine Fachabteilung "Entwicklung zukuenftiger Kraftstoffe" aufgebaut. Ihre Aufgabe besteht darin, umweltfreundliche Kraftstoffe zu erforschen und bis zur Serienreife zu entwickeln.

Bis zum heutigen Zeitpunkt ist die Entwicklung von Raps-Methyl-Esther noch nicht soweit fortgeschritten, dass eine uneingeschraenkte Freigabe fuer diesen Kraftstoff erteilt werden kann. Im Zuge der Internationalisierung werden unsere Fahrzeuge fuer den europaeischen Markt konstruiert. Es existieren jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch keine einheitlich gueltigen europaeischen Kraftstoffnormen fuer diesen "jungen" Treibstoff.

Derzeit marktueblicher Raps-Methyl-Kraftstoff ist aggressiv gegenueber Kunststoffmaterialien (Dichtungen, Kraftstoffleitungen, etc.) und beschleunigt stark Ablagerungen im Ansaugtrakt und an den Einlassventilen. Raps-Methyl-Esther ist nicht winterstabil (ab -10° Celsius Motorfunktionsprobleme). Leistung und Wirkungsgrad des Motors verschlechtern sich geringfuegig.

Andererseits sind auch die Vorzuege von Raps-Methyl-Esther, wie zum Beispiel die Schonung der natuerlichen Oelreserven, nicht von der Hand zu weisen.

Die Forschungsarbeiten von Renault durch die Eingangs erwaehnte Fachabteilung werden permanent vorangetrieben.

Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Freigabe gewaehren koennen.

Wir hoffen, Sie in der Zukunft ueber weitere innovative Schritte in der Entwicklung von alternativen Kraftstoffen informieren zu koennen.


Mit freundlichen Gruessen, Ihr Renault Online-Team

Betreff: Email-Antwort
Datum: Thu, 16 Nov 100 15:55:59 +0200
Von: "kundenbetreuung@citroen.de" <kundenbetreuung@citroen.de>
An: <torsten.kiebert@dokom.net>


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihr e-Mail.

Zuerst ergreifen wir die Gelegenheit uns für Ihr Vertrauen in CITROËN zu bedanken.

Nun aber zu Ihren Fragen. Eine Betankung mit Biodiesel ist mit maximal 5 % pro Tankfüllung von Citroën freigegeben. Umrüstsätze werden aufgrund der geringen Nachfrage nicht angeboten. Da Biodiesel (Rapsmethylesther) chemisch gesehen ein Lösungsmittel ist, welches kraftstoffrelevante Bauteile angreifen kann, ist eine 100% Nutzung nicht unbedenklich. Hinzu kommt auch, dass der Hersteller Bosch Biodiesel eher ablehnt. Desweiteren wird Biodiesel nicht nach einer EU Norm hergestellt, sodass eine gleichbleibende Qualität nicht gewährleistet werden kann. Aufgrund des geringeren Heizwertes ist eine Leistungseinbuße und eine Erhöhung des Kraftstoffverbrauches zu erwarten.

Sicherlich gibt es einige Firmen die sich über diese Kriterien hinwegsetzen und nutzen die Aussage "100 % Biodiesel" als Verkaufsargument. Da eine gleichbleibende Qualität des Biodiesels nicht gewährleistet werden kann, schenken wir unseren Kunden direkt "klaren Wein" ein um etwaige Folgeschäden, die sich meist erst nach Ablauf der Garantie herauskristallisieren, zu vermeiden. Von dieser Gefahr kann sich aus den bereits genannten Gründen kein Konzern freisprechen. Wir legen auch auf lange Sicht einen großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Kunden, welche in dieser Situation nur mit dem hochwertigen geprüften Dieselkraftstoff gewährleistet werden kann. Ab Werk werden Biodieselmotoren nicht angeboten.

Mit freundlichen Grüßen Citroën Deutschland AG


Sven Kadlubek Kundenbetreuung.


Freundliche Grüße aus Köln CITROËN DEUTSCHLAND AG

Sven Kadlubek Kundenbetreuer

Betreff: Mazda und Biodiesel
Datum: Donnerstag, 17. April 2003 12:19
Von: kundeninfo@mazda.de
An: torsten.kiebert@dokom.net


MAZDA-KUNDENINFORMATIONSZENTRUM

Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für die E-Mail vom 16. April diesen Jahres.

Bezüglich Ihrer Anfrage teilen wir Ihnen mit, dass die Dieselmotoren der Mazda Fahrzeuge zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit den erforderlichen Modifikationen für den uneingeschränkten Betrieb mit RME-Kraftstoff (sog, Bio-Diesel) ausgerüstet sind und eine entsprechende Nachrüstmöglichkeit von uns zur Zeit auch nicht vorgesehen ist. Darüber hinaus haben unsere bisherigen Untersuchungen gezeigt, dass die Ölwechselintervalle generell gekürzt und zusätzlich die Qualität des Motoröls laufend über-wacht werden müssten. Aus diesen Gründen können wir dem Betrieb mit RME leider nicht zustimmen.

Für weitere Fragen haben Sie auch die Möglichkeit, uns telefonisch zu erreichen. Unter der Rufnummer 02173/943121 steht Ihnen das Mazda-Kundeninformationszentrum werktags von 8.00 bis 17.00 Uhr zur Verfügung.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an Mazda Motors Deutschland.


Mit freundlichen Grüßen

Mazda Motors (Deutschland) GmbH
Kundeninformationszentrum

Elfi Engel-Lange

Betreff: Unser Zeichen: 54582
Datum: Donnerstag, 24. April 2003 15:46
Von: CAR Kundenbetreuung <CAR.Kundenbetreuung@honda-eu.com>
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 18. April 2003.

Die Dieselmodelle können nicht mit Biodiesel betanken werden.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an unseren Produkten und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Frank Dietz

Honda Motor Europe (North) GmbH
Corporate Communication
Sprendlinger Landstr. 166, 63069 Offenbach

Betreff: Antwort:Abteilung Technik
Datum: Dienstag, 29. April 2003 09:53
Von: Kundenbetreuung-Suzuki <Kundenbetreuung-Suzuki@mondial.de>
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß die Fahrzeuge der Marke SUZUKI nicht mit dem von Ihnen genannten Kraftstoff betankt werden dürfen. Eine Freigabe dazu liegt nicht vor.

Freundlich grüßt Sie Ihre

SUZUKI AUTO GMBH DEUTSCHLAND
Jens Jüttner / Kundenbetreuung
Mittenheimer Straße 60

D-85764 Oberschleißheim / Germany

Tel.: (0 89) 3 15 63 - 3 00
Fax: (0 89) 3 15 63 - 3 02

Internet: http://www.suzuki-auto.de
e-mail: info@suzuki-auto.de

Betreff: Anfrage RME
Datum: Dienstag, 06. Mai 2003 10:13
Von: service@mitsubishi-motors.de
An: torsten.kiebert@dokom.net


Informatives rund um Ihren Mitsubishi erhalten Sie unter www.Mitsubishi-Motors.de (Link: Service - Schlagwortsuche). Ob Auflastung oder Biodiesel, bis hin zu der Vielfalt unserer Zubehörprodukte erfahren Sie dort alles. Surfen Sie auf unsere Homepage - dort werden Ihre Fragen beantwortet.


Sehr geehrter Herr Kiebert,

wir haben Ihre E-Mail erhalten. Gerne geben wir Ihnen nachstehend Informationen.

Theoretisch kann jeder Dieselmotor mit Rapsölfettsäure-Methyl-Ester (RME), üblicherweise als »Biodiesel« bezeichnet, betrieben werden. Auf den ersten Blick erscheint »Biodiesel«, der bisher noch nicht der Mineralölsteuer unterliegt, als Alternative zum mittlerweile hochpreisigen mineralischen Diesel durchaus reizvoll. Die Erdölressourcen werden geschont, die Partikelemissionen sind etwas geringer und die Landwirtschaft hätte durch den Anbau von Raps eine Alternative zur Flächenstilllegung. Wenn es um alternative Kraftstoffe geht, werden die Vorteile oft herausgestellt, die Nachteile aber gerne übersehen.

Folgende Tatsachen relativieren den vermeintlich günstigen Preis:

  1. Bis heute gibt es keine endgültige DIN-Norm für Biodiesel (RME). Die existierende Vorab-Norm, wird nicht europaweit eingehalten. Somit kann das in der Vorab-Norm definierte Kaltstart-, Kaltschmier- und Heißschmierverhalten in der Praxis nicht garantiert werden.


  2. Die Automobilhersteller-Vereinigungen Europas, Amerikas und Japans kündigen gemeinschaftlich eine sogenannte »World Wide Fuel Chart « (WWFC) an, aus der hervorgeht, dass das Vermischen von herkömmlichem Diesel mit Biodiesel in der neuen Europäischen Abgas-(Emissions-)Verordnung nicht mehr akzeptiert wird.


  3. Biodiesel wird durch die Veresterung von Rapsöl mit Methanol erzeugt. Dadurch erhält es einen lösungsmittelhaltigen Charakter und greift Dichtungen, Kraftstoffleitungen und andere Teile an.


  4. Biodiesel neigt dazu, ins Motoröl überzutreten. Dies würde verkürzte Ölwechselintervalle erforderlich machen. Höhere Wartungskosten wären die Folge.


  5. Der geringere Energiegehalt von Biodiesel erhöht den Verbrauch um ca. 10% und verringert die Motorleistung.


  6. Der hochgelobte Biodiesel birgt zudem gesundheitliche Gefahren. Eine wissenschaftliche Studie aus Schweden ergab, dass Biodiesel zehnmal mehr krebserregende Schadstoffe freisetzt, als herkömmlicher Diesel. Neben der möglichen Krebsgefahr hat Biodiesel auch ein "stark ozonbildendes Potenzial". Die Verbrennungsgase fördern die Bildung des "organischen Smogs".

    Da der Preisvorteil von Biodiesel durch die entstehenden Mehrkosten aufgebraucht wird, gibt es derzeit keine wirtschaftlichen Gründe, Biodiesel zu tanken. Unsere Entscheidung, Biodiesel für die Verwendung in Mitsubishi Fahrzeugen vorerst nicht freizugeben, ist jedoch durch die uneinheitliche Kraftstoffqualität und nicht auszuschließende Defekte an Fahrzeugbauteilen begründet.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben. Für die Zukunft wünschen wir Ihnen allzeit gute Fahrt.


Mit freundlichen Grüßen

i. V.     Horst Schollmeyer                 i. A.     Andreas Hoffmann

Kundenservice

Tel.: +49 6147 207 - 130
Fax.: +49 6147 207 - 135
Mitsubishi Motors Deutschland GmbH
Hessenauer Strasse 2, D-65468 Trebur / Postfach 63, D-65463 Trebur
www.mitsubishi-motors.de Telefon: 0 61 47 / 20 7-01 - Fax: 0 61 47 / 20 7-2 20
Deutsche Bank Frankfurt, Konto-Nr. 944 991, BLZ 500 700 10
Ust.-IdNr. DE119369470
Geschaeftsfuehrer: Bernd Hoch, Thomas Holtgraefe (Sprecher), Hartmut Swietlik
HRB Darmstadt 54691
E-Mail-Antworten bitte ausschließlich an: service@mitsubishi-motors.de

Betreff: Anfrage Biodiesel
Datum: Dienstag, 22. April 2003 16:09
Von: kundenservice@dialog.nissan.de
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir, die Renault Nissan Deutschland AG, erteilen für kein Diesel-Fahrzeug eine Freigabe für die Verwendung von Bio-Diesel, sogenanntem RME (Rapsöl-Methylester).

RME hat andere chemische und Verbrennungseigenschaften als Kraftstoff aus Erdöl. Er beschädigt Teile aus Kunststoffmaterialien - wie Dichtungen und Kraftstoffleitungen - und beschleunigt stark Ablagerungen im Ansaugtrakt und an den Einlassventilen.

Zudem ist RME nicht winterstabil: Ab Temperaturen unter -10°C führt er zu Funktionsproblemen des Motors. Ferner liegt uns keine uneingeschränkte Freigabe der Hersteller von Zulieferungsaggregaten, zum Beispiel von Dieseleinspritzpumpen, vor. Aus diesen Gründen
kann eine Freigabe von RME nicht erteilt werden.

Wir sind uns natürlich der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und unsere Forschungsabteilung arbeitet permanent an der Entwicklung umweltschonender Motoren. Wir hoffen, unsere Kunden in naher Zukunft über innovative ökologische Schritte in der Entwicklung von Motoren und Kraftstoffen informieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Nissan Dialog Center

i.A. Kerstin Siegmund-Evert

Tel.:     0180 / 2 11 00 11
Fax:     0180 / 2 11 00 12
E-Mail: kundenservice@dialog.nissan.de
Web:    www.nissan.de

Betreff: AW:Anfrage RME
Datum: Montag, 28. April 2003 18:35
Von: "DAIHATSU A.Baumgart@daihatsu.de" <A.Baumgart@Daihatsu.de>
An: "'torsten.kiebert@dokom.net'" <torsten.kiebert@dokom.net>


Hallo Herr Kiebert,

danke für Ihre Anfrage.

Leider gibt es keine Freigabe zur Verwendung von RME bei unseren zwischenzeitig eingestellten Fahrzeugen mit Dieselmotor.

Mit freundlichen Grüßen.

DAIHATSU DEUTSCHLAND GmbH
Leiter Kundendienst
Andreas Baumgart

Betreff: Biodiesel
Datum: Mittwoch, 23. April 2003 17:13
Von: Christine.Thiemt@hmd.de
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre freundliche e-mail vom 18.04.2003.

Da wir die Verwendung von Biodiesel oder ähnlichen Kraftstoffen
grundsätzlich nicht freigegeben haben, ist ein Betrieb damit leider
nicht möglich.

Gerne haben wir Sie informiert.

Mit freundlichen Grüßen

HYUNDAI MOTOR DEUTSCHLAND GMBH

i.A.                                                                 i.A.


Guido Lahner                                               Fernando Scarico
Kundendienstförderung                              Kundendienstförderung

Betreff: Volvo
Datum: 12:25
Von: VCGCCC@aol.com
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre Email und Ihr Interesse an Volvo.

Gerne teilen wir Ihnen die gewünschten Informationen mit.

Unsere aktuellen Dieselmodelle verfügen über unsere Common - Rail Dieseltechnik und sind serienmäßig mit einer Stand- bzw. Zuheizung ausgestattet, welche nicht für den Betrieb mit Biodiesel ausgelegt ist. Daher können Sie diese Modelle leider nicht mit Bio-Diesel betanken.

Leider liegen uns bzgl. einer möglichen Umrüstung keinerlei Informationen vor.

Des weiteren möchten wir Ihnen an dieser Stelle mitteilen, dass wir grundsätzlich vom Gebrauch von Bio-Diesel abraten, da folgende Problematiken beim Umgang mit Bio-Diesel entstehen können:

Beim Auftanken Verschütten auf lackierte Oberflächen vermeiden. Im Falle von Verschütten, sofort mit Wasser und Seife abwaschen. Es dürfen keine Additive mit den Biodiesel gemischt werden. Der Gebrauch von Biodiesel kann bis zu Temperaturen von 0 Grad Celsius empfohlen werden. Bei Temperaturen, die niedriger sind, muss Winterdiesel verwendet werden. Eine eventuell im Fahrzeug vorhandene Zusatzheizung funktioniert nicht mit Biodiesel und muss abgeklemmt werden. Alle zwei bis drei Tankfüllungen sollten Sie Normaldiesel tanken.

Nachdem einige Unstimmigkeiten bezüglich der Verträglichkeit von Raps-Methylesther/Biodiesel bestehen, möchten wir Sie jedoch noch gerne über die genaue Sachlage informieren:

Es werden zur Zeit verschiedene Alternativen zum Dieselkraftstoff angeboten. Bekanntester und Verbreitester Biodiesel ist der Rapsöl-Methylesther (RME), wobei dieser und auch alle anderen Kraftstoffe, die aus Pflanzenöl hergestellt werden, nicht in der Lage sind, die Eigenschaften der derzeitigen Mineralölstoffe zu erfüllen. Aus technischer Sicht ist daher immer Vorsicht geboten.

Es ist zwar eine Vorab-Norm DIN 51606 vorhanden, jedoch beinhaltet diese lediglich die Grenzwerte für Dichte, Flamm- und Gefrierpunkt. Die Definitionen von Kaltstart, Kalt- und Heißschmierverhalten fehlen gänzlich. Wenn sich ein Kraftstoffanbieter an diese Vorab-Norm hält, ist zumindest eine Frostsicherheit bis zirka minus 22° C gewährleistet. Das hat aber nicht zur Folge, dass der Motor in der gleichen Qualität startet und sein gewohntes Laufverhalten zeigt. Die Zulieferindustrie etwa beklagt die geringe Oxidationsstabilität. Dies bedeutet, dass durch etwaige Korrosion, Verschlammung, Bakterienwachstum, verstopfte Filter und Düsen etc. zu Schäden hervorgerufen werden können.

Weiterhin kann es zu Motorlaufbeanstandungen kommen. Die fehlende generelle Normung dieses Kraftstoffes führt zu einer enormen Qualitätsstreuung. Außerdem muss in den meisten Fällen beim Betrieb mit Biodiesel mit einem Leistungsverlust bis zu 10% und einem höheren Kraftstoffverbrauch bis zu 10% gerechnet werden.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen dienlich sein zu können, für persönliche Rückfragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter der Rufnummer (02 21) 93 93 39 3 oder per Email unter VCGCCC@aol.com zur Verfügung.
Sie erreichen uns Montags bis Freitags von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie Samstags und Sonntags von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr.

Wir verbleiben an dieser Stelle

mit freundlichen Grüßen nach Dortmund

Ihre Volvo Car Germany Kundenbetreuung
Tobias Schmecht

Betreff: saab
Datum: Donnerstag, 22. April 2003 10:31
Von: Servicecenter <Servicecenter@de.saab.com>
An: torsten.kiebert@dokom.net


Sehr geehrter Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre e-mail.

Der Betrieb mit Bio-Diesel ist vom Hersteller nicht freigegeben.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Alexandra W.
_______________________________
Saab Deutschland GmbH
Siemensstrasse 14
D-61352 Bad Homburg

Sven - Eddie Karakas
Marketing
Kunden Center

Phone     +49 (0) 61 72 / 9 00-2 88
Fax             +49 (0) 61 72 / 9 00-281
e-mail         sven-eddie.karakas@de.saab.com

www.saab.de

Betreff: Re: Stellungnahme von verschiedenen Automobilherstellern zum Thema BioDiesel...
Datum: Fri, 8 Dec 2000 15:37:12 +0100
Von: "Biodiesel" <info@biodiesel.de>
An: <torsten.kiebert@dokom.net>
Referenzen: 1 , 2


Sehr geehrter Herr Kiebert,

nochmals vielen Dank für Ihr Interesse an Biodiesel. Wir bitten Sie um Nachsicht für die späte Beantwortung Ihres Schreibens; leider ging es aufgrund einer Vielzahl von Terminen nicht schneller.

Eine Einzelkommentierung der Aussagen der Fahrzeughersteller wäre doch sehr aufwändig, aber auf das Schreiben von Opel möchte ich doch eingehen. Opel zitiert bereits seit längerem das UBA-Gutachten, das aber nicht unumstritten ist, so dass ein Kommentar zu der Opel-Aussage gleichzeitig ein Kommentar zum UBA-Gutachten ist.

Das UBA hat ein zweiteiliges Gutachten in Auftrag gegeben, in dem die ökologischen und ökonomischen Aspekte des Biodiesels betrachtet werden sollten. Der ökologische Teil, angefertigt vom ifeu-Institut in Heidelberg, ist auch unserer Ansicht nach in fachlich in Ordnung. Leider ist die Interpretation des UBA, was diesen Teil angelangt, anders als die des Gutachters selbst, der Biodiesel positiv betrachtet und sich in der Zusammenfassung der Studie durch das Umweltbundesamt falsch zitiert sieht.

Der ökonomische Teil geht von falschen Randbedingungen und veralteten Wirtschaftszahlen aus, die so nicht mehr stimmen. Einige Annahmen sind, vorsichtig ausgedrückt, sehr strittig. Dieses Gutachten ist eben doch sehr auf die Intention des Auftraggebers abgestellt...

Die Aussage von Opel ist natürlich ein bequemer Weg, sich nicht mit alternativen Kraftstoffe beschäftigen zu müssen.

Ansonsten gilt für alle Fahrzeuge Folgendes:

Biodiesel ist ein Kraftstoff, der prinzipiell in allen Dieselmotoren eingesetzt werden kann. Da Biodiesel aber ein Lösungsmittel ist und einige der im Fahrzeug verwendeten Gummi- und Kunststofftypen sowie teilweise auch metallische Beschichtungen angreift, müssen die kraftstoffführenden Teile aus Materialien bestehen, die gegen Biodiesel beständig sind. Diese Eigenschaft der Fettsäuremethylester sind Stoffeigenschaften und haben nichts mit der Weiterentwicklung oder der Qualität zu tun.

Fahrzeuge, die vom Hersteller für den Betrieb mit Biodiesel freigegeben sind, werden bereits vom Werk entsprechend ausgerüstet und können entsprechend der Betriebsanleitung mit Biodiesel betrieben werden. Bei nicht freigegebenen Fahrzeugen raten wir aus den o.g. Gründen davon ab.

Die Freigaben aller Fahrzeughersteller beziehen sich auf eine Kraftstoffqualität, die die Mindestanforderungen der Norm E DIN 51606 erfüllt. Es ist daher wichtig, beim Tanken auf eine entsprechende Kennzeichnung der Zapfsäule zu achten. Eine europäische Norm für Biodiesel befindet sich zur Zeit im Entwurfsstadium und wird vermutlich Mitte 2002 gültiger Standard werden.

Die Norm gibt im übrigen auch die Mindestwerte für die Kältefestigkeit des Kraftstoffs an. Biodiesel nach E DIN 51606 wird im Winter mit Hilfe von Additiven auf einen CFPP (Grenzwert der Filtrierbarkeit, Maß für die Kälteeigenschaften von Dieselkraftstoffen) eingestellt. Ansonsten gilt für die Übergangszeit (15.11. - 28./29.02.) ein CFPP von -20°C und im Sommer 0°C, entsprechend den Anforderungen für Dieselkraftstoff.

Wir hoffen, Ihre Fragen damit ausreichend beantwortet und alle Argumente der Fahrzeughersteller zu haben; sollten wir etwas vergessen haben, können Sie gern noch einmal nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen

Oelmühle Leer Connemann GmbH & Co.

i.A.

Dr. Jürgen Fischer

Betreff: BioDieselverträglichkeit der BOSCH-Einspritzanlage
Datum:Fri, 18 May 2001 13:00:12 +0200
Von: "KH-Kundenberatung (KH/KBT)" <Bosch-Kundenberatung.KFZ-Ausruestung@de.bosch.com>
An: "torsten.kiebert@dokom.net" <torsten.kiebert@dokom.net>


Guten Tag Herr Kiebert,

vielen Dank für Ihre e-mail.

Anforderungen an den Kraftstoff:

Der RME Kraftstoff muß der E DIN 51606 entsprechen. Spezielle Probleme werfen Diesel-RME-Gemische auf, da polare/polymere Verbindungen ausfallen können. Besonders der Glycerin-Anteil kann zu Belägen und Ausflockungen führen, die wiederum Fresser und Verstopfungen zur Folge haben können. Außerhalb der nun bekannten Norm ist die Dauerhaltbarkeit der Einspritzpumpe nicht gewährleistet. Bei Schäden durch kraftstoffbedingte Beläge und Ausfall-Produkte können wir keine Gewährleistung übernehmen. Welche weiteren Maßnahmen bei Ihren Fahrzeugen durchzuführen sind können wir nicht beurteilen. Die RME-Festigkeit weiterer Teile des Kraftstoffsystems (Kraftstofftank, Kraftstoffschlauchleitungen, Motor u.a.) muß vom Fahrzeughersteller abgesichert werden.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage zu RME Betrieb direkt an den Fahrzeughersteller.

Die Freigabe der Fahrzeuge für Betrieb mit RME oder RME-Gemisch liegt allein in der Verantwortung der Fahrzeughersteller.

Weitere Informationen zu Biodiesel im Internet unter:
http://www.ufop.de
http://www.biodiesel.de


Mit freundlichen Grüßen

Helmut Benz
______________________________________________________________
Robert Bosch GmbH
Kfz-Ausrüstung                                 Tel.: 0721/ 942- 2318
Kundenberatung                                Fax.:0721/ 942- 1996
Greschbachstrasse 3                          E-Mail: Helmut.Benz@de.bosch.com
D-76229 Karlsruhe
______________________________________________________________

Textauszug aus der UFOP-Broschüre - Flower Power !


Kraftstoffstabilität

Ein großer Umweltvorteil von Biodiesel ist seine schnelle biologische Abbaubarkeit. Dieser Vorteil erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit, wenn es um die Haltbarkeit des Kraftstoffes geht. Wird Biodiesel besonderem "Oxidationsstress" ausgesetzt, d. h. hohen Temperaturen und häufigem Kontakt mit (Luft-)Sauerstoff oder auch dem Einfluss von UV-Strahlung oder bei Kontakt mit Buntmetallen, altert er schneller als konventioneller Diesel.

In diesem Fall öffnen sich nämlich Doppelbindungen in den Fettsäuren des Biodiesels und reagieren mit Sauerstoff. Das ist der Ausgangspunkt für eine Polymerisation des Kraftstoffes, d.h., es entstehen langkettige Moleküle, die den Kraftstoff verdicken lassen und zu Verklebungen in Einspritzpumpen oder Filterverstopfungen führen würden.

Um diesen Effekt, der nur in Extremsituationen entstehen würde, gänzlich zu vermeiden, werden bei der Biodieselproduktion umweltfreundliche Additive verwendet, so genannte Oxidationsstabilisatoren. Positiver Nebeneffekt: Dadurch wird zusätzlich auch die Lagerstabilität und damit die Lagerfähigkeit verbessert.

Quelle: http://www.ufop.de

Eine persönlicher Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Achim Haller (www.biodiesel-page.de)


Hallo Torsten,

Ich fahre auch Biodiesel (Opel Astra 2.0 DI, 82 PS, Baujahr 12/1998, keine Freigabe von Opel). Das "Gesülze" ist für mich das wichtigste überhaupt, denn an diesem Punkt liegt bei vielen Leuten der Grund, warum sie noch nicht auf Biodiesel umgestiegen sind.

Daß Biodiesel in JEDEM (und wirklich jedem, auch Common-Rail) ohne Probleme geht weiß ich (Voraussetzung: FPM Kraftstoff-Schläuche). Also da liegt nicht das Problem. Viel schlimmer ist die Weigerung verschiedener Hersteller, eine klare Aussage zu Biodiesel zu machen.

Zu Audi: Dort wurden in den letzten 9 Monaten außgiebige Tests mit Biodiesel nach DIN-Norm gefahren (in Bezug auch auf die neuen Motoren mit Pumpe-Düse der 2. Generation, die auch höhere Einspritzdrücke wie z.B. Common-Rail erreichen).

Ergebnis: ohne Probleme !!!

Ich weiß auch, daß z.B. Audi in der ersten Generation auch Bosch Radialkolben-Verteilereinspritzpumpen verarbeitet hat und auch mit Biodiesel getestet hat. Ohne Probleme. Ist von Audi auch für Biodiesel freigegeben. Schriftlich. In meinem Opel ist die GLEICHE ESP drin. Opel sagt (und das auch schriftlich) geht nicht, nur Probleme mit der ESP, verstopfte Düsen und so ein Quatsch (und wenn, ist günstig zu reparieren).

Also Zusammenfassend: Wir alle im Forum sollten den Herstellern Druck machen, daß sie endlich eine klare Stellung beziehen, damit der Kunde eine rechtliche Absicherung hat.

Ich hoffe, Du verstehst jetzt meinen Standpunkt.

Gruß Achim

Meine persönlichen Erfahrungen mit Biodiesel


Ein paar erklärende Worte am Anfang...

Also, ich bin die ersten ca. 3000 km mit "normalem" Diesel gefahren.
Danach habe ich erst auf RME umgestellt (ohne Krafstofffilterwechsel übrigens !).
Meine Erfahrungen (z.B. Verbrauch) mit mineralischem Diesel sind also begrenzt.

Vor meiner allerersten Tankfüllung RME, habe ich mich sehr ausführlich im
Internet über die Vor- und Nachteile informiert.

Es gab damals eigentlich nur Hop oder Top zu diesem Thema...

Entweder a.) die Leute fuhren 200.000-300.000 km ohne irgendein Problem oder b.) nach
sehr kurzer Laufleistung (<10.000 km) mit RME war die Einspritzanlage defekt !!!

Diese krassen Gegensätze haben mich Ende 2000 mit meinem Golf IV zu einem "Selbtversuch" bewegt ;-)

Nach einer Gesamtfahrleistung von ca. 85.000 km mit RME kann ich nun folgendes berichten:
  • Der Spritverbrauch stieg um ca. 0,2-0,3 l/100 km.
  • Die Leistung (Beschleunigung & Höchstgeschwindigkeit) blieb unverändert.
  • Der Motorlauf wurde weicher gegenüber Mineraldiesel.
  • Die Kaltstarteigenschaften (kälteste Nacht -11°C) waren sehr gut.
  • Beim Starten morgens wurde eine dicke Biodieselwolke rausgeblasen (deutlicher Pommesgeruch).
  • Wenn der Katalysator seine Betriebstemperatur erreicht hatte, Null Geruchsbelästigung ;-) .
  • Außerplanmäßiger Werkstattbesuch ! Nach 27.000 km wurde der Kraftstofffilter gewechselt.
  • Preisdifferenz (Dortmund, NRW) liegt bei 10 Cent pro Liter.
  •     Bei Kilometerstand 53.000 wurde der Kraftstofffilter von mir das zweite Mal gewechselt !
  • Bei Kilometerstand 70.000 wurde der Kraftstofffilter von mir das dritte Mal gewechselt !
  • Bei Kilometerstand 72.000 spürbarer Leistungseinbruch (Topspeed -15 km/h, allgemein "zähe" Beschleunigung, Wagen hielt die Geschwindigkeit am Berg nicht mehr !). Nach Konsultierung mehrerer Foren, habe ich den Luftmassenmesser (LMM) als Übeltäter für diese Störung ausfindiggemacht.
    Habe LMM ausgebaut und im Ultraschallbad mit Laborschnellreiniger (2%ige Mucasollösung) ca. 30 Min. bei mäßiger Temperatur (50°C) behandelt.
    Nach der Reinigung und dem Einbau war alles wieder i.O., Golf rannte Topspeed und hatte den alten "Biß" (Rrrrr...) ;-)
  • Nach anfänglicher Euphorie traten die Probleme wieder auf :-( ! Habe in den sauren Apfel gebissen und mir für 98,- € einen neuen LMM bei meinem freundlichen Volkswagenpartner gekauft. Erkenne meinen Wagen (wirklich) nicht mehr wieder, so schnell fuhr der noch nie...!
  • Aus familiären Gründen mußte "Der Selbstversuch" bei Kilometerstand 84.400 beendet werden! Aus platztechnischen Gründen mußte ein größerer Wagen her. Da ich wieder RME tanken wollte war für mich schnell klar: "Der Neue wird wieder ein Volkswagen!". Zur Wahl standen ein VW Touran oder ein VW Caddy Life. Da der Caddy optional mit RME-Paket ab Werk bestellt werden konnte (Touran nicht !), ca. 3000,- € billiger war und zusätzlich noch zwei Schiebetüren besaß, stand die Modellentscheidung ziemlich schnell fest. VW Caddy Life 1.9 TDI (77kW) mit RME-Paket...
  • Fazit nach 4,5 Jahren oder ca. 85.000 km RME-Betrieb mit meinem VW Golf IV (Baujahr 05/00): ABSOLUT PROBLEMLOS !
Ab hier fängt der neue RME-Bericht mit dem Caddy Life an:
  • Bisher zurückgelegte Strecke mit RME: 25000 km
  • Bei Kilometerstand "7500 km" habe ich wieder konsquent auf RME umgestellt.
  • Der Spritverbrauch ist erneut um ca. 0,2 l/100 km gestiegen.
  • Die Leistung (Beschleunigung & Höchstgeschwindigkeit) hat sich um ca. 3% verringert !
    Ich kann mir das nur so erklären:
    Volkswagen erfüllt mit der 77 kW TDI-Maschine im Touran die EURO4-Norm ohne Rußpartikelfilter ! Das einhalten der Grenzwerte wird nur durch optimierte Verbrennungsvorgänge im Motor erreicht. Die neuen TDI-Motoren scheinen absolut auf Mineraldiesel hin optimiert worden zu sein. Da RME von Haus aus einen niedrigeren spezifischen Energiegehalt besitzt, ist dieser also direkt proportinal zur Leistung.
  • Das "Nageln" ist wieder weicher (leiser) gegenüber Mineraldiesel geworden. Da der Caddy bei Volkswagen unter "Nutzfahrzeuge" läuft und die Geräuschdämmung gegenüber dem Touran (gewollt) schlechter ist, empfinde ich die vermiderten Geräuschemissionen im Innenraum als einen willkommenen "Nebeneffekt" ;-)
  • Bei Kilometerstand 31.000 wurde der Kraftstofffilter von mir das erste Mal gewechselt ! Es waren noch keine Anzeichen einer Verstopfung erkennbar, da ich aber demnächst zwei größere Touren vor der Brust habe, wollte ich kein Risiko eingehen und habe lieber "prophylaktisch" gewechselt ;-)
Schlußwort:

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird...!!!

Bezogen auf den Biodiesel heißt das die deutliche Abneigung (madig machen) der Automobilindustrie gegenüber dem alternativ Kraftstoff - Biodiesel ist doch sehr deutlich in den e-Mails rübergekommen.

Vielleicht will nur eine Krähe (Automobilindustrie) der anderen Krähe (Mineralölkonzerne) kein Auge auskratzen ;-)

Ich habe mich mit dem Thema im Internet sehr intensiv beschäftigt.

In Foren habe ich z.B. von Leuten gelesen, die Autos von französischen Herstellern fahren (die keine Freigabe für Biodiesel erteilt haben), die locker über 200.000 km ohne Probleme runtergespult haben.

Weiterhin habe ich von Taxi- / Bus-Flotten & LKW-Speditionen gelesen, die seit Jahren ohne Probleme Biodiesel tanken.

Das einzige "Problem" mit Biodiesel sind die sich zusetzenden Kraftstofffilter ! Selbst Volkswagen schreibt bei RME-Betrieb kürzere Wechselintervalle (alle 30.000 km) vor. Wenn man aber etwas Zeit (ca. 15 Min.), einen Schraubendreher, eine große Spritze (>50 ml), ca. 0,5 l Biodiesel und natürlich einen neuen Filter (Zubehörhandel) mitbringt ist dieses "Thema" auch gegessen ;-) Für alle die nicht genau wissen WO sich bei ihrem Golf IV/Caddy (Bj. 2004) der Kraftstofffilter befindet, bzw. nicht genau wissen WIE man beim Ein- und Ausbau vorgeht, habe ich eine kleine "Jetzt mach ich's mir selbst Anleitung" geschrieben.

Wenn ich nur einen bewegen könnte, über das Thema nachzudenken, hätte sich die Arbeit dieser HTML-Seiten gelohnt.



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