Am 3.Dezember.1989 bekamen wir den
Anruf vom Jugendamt.Man habe dort
einen 7 Monate alten Jungen.Wir
sollten doch bitte in die Kinderklinik
fahren und schauen ob uns dieses
Kind zu sagen würde.so ein
Quatsch,natürlich sagte uns das
Kind zu.Rene schaute uns mit seinen
ängstliche großen Augen
an und wartete auf die Dinge die da
kommen mögen.Er hatte eine
schwere Bronchitis und war stark
Untergewichtig.Am 6.Dezember durften
wir ihn dann aus dem Krankenhaus mit
nach Hause nehmen.Dort stellten wir
dann fest das der kleine ganz viele
blaue Flecken am Kopf hatte.Außerdem
war er die meißte Zeit nur am schreien.
Vom Jugendamt bekamen wir gesagt, das
wir glück hätten weil der
Kleine ja noch nichts mitbekommen
würde.Auf die Frage ob das Kind
geschlagen worden sei(wegen der
blauen Flecken),bekamen wir zur
Antwort dasder Junge unter Hospilatismus
leide,weil sich die Eltern nicht
drum gekümmert haben.Er sei wohl
immer mit dem Kopf gegen die
Gittestäbe geschlage.Ich mußte
damals lachen.Weil Rene noch nicht
mal seinen Kopf heben konnte.Er und
seine Brüder waren stark
verwahrlost.In der ersten zeit war
der Junge ständig Krank.Bronchitis
und Mittelohrendzündungen waren
bei uns an der Tagesordnung.Die
Kinderärztin hatte große
bedenken das wir diesen kleinen
Kerl jemals groß bekommen.Vom
Jugendamt bekamen wir keine weiteren
Auskünfte.Mit knapp 2 Jahren
wurden ihm dann die Polypen entfernt.
Damit hörten dann vorerst die
Infekte auf.Bei dieser OP stellte
der Anästesist dann aber die
befürchtung auf das Rene
Hyperaktiv sei.Wir haben das dann
auch Untersuchen lassen.Was diese
Befürchtung dann auch
bestätigte.(Dazu dann mehr unter
Hyperaktivität.)Es kamen dann auch
die ersten Zähne,die aber auch
sofort schwarz(Karies Befallen)waren.
Es folgten wieder zwei Jahre der
Krankheiten.Mit 4Jahren bekam er
dann 20 Milchzähne gezogen.
Und das ewige Krank sein nahm ein
ende.Es ware 4 schwere Jahre für
uns den René schrie immer noch
sehr viel.Dann war er wieder sehr
Lustig und Täglich gab es
Wutanfälle.das sollte uns
noch lange begleiten.(siehe
hierzu unter Hyperaktiv )René hatte
immer Angst vor Erwachsenen.Sobald
ihn einer ansprach fing er sofort
an zu schreien und Versteckte sich.
Er machte auch keinen Unterschied
zwischen Fremden und Verwandte oder
Freunde ,die er täglich sah.
Im Alter von 4 jahren legte sich
das den Verwandten gegen¨ber.
Bei Freunden und Bekannten legte
sich das nur Teilweise,bei Fremden
noch lange nicht.Das legte sich erst
im Kindergarten.Er begegnette den
Erwachsenen zwar mit großem
Abstand aber er schrie nicht mehr.
Als Rene so im Alter von 5 jahren
war stellte er das erste mal
fragen zu seiner Herkunft.Wir
waren erst einmal erstaunt,bis
René uns mitteilte das die
Erzieherrin im Kindergarten gesagt
hat das er ja zweimal Mama und Papa
habe.Wir Erzähltem ihm das
seine Eltern Krank sind und er
deshalb bei uns Wohne.Auch sagtem
wir ihm das er noch zwei Brüder
habe die ebenfalls in Pflege sind.
Dann folgten erst einmal drei
Monate wo er gar nicht mehr davon
Sprach.Wir haben ihn gewähren
lassen.Er stellte uns dann auch
die Frage ob er so heißen
dürfe wie wir.Nachdem er
das immer öffter wiederholte
stelten wir dann einen Antrag auf
Namenä,nderung.René wollte
nun auch unbedingt seine
Brüder kennenlernen.Das
stellte sich aber als sehr
schwierig heraus.Mit 10 Jahren
durfte er dann das erste mal
Kontakt zu seinen Brüdern
haben.Es war schön anzusehen
wie gut die drei sich verstanden.
Von seinen Geschwistern erfuhr er
dann auch mehr über seine
Eltern.Da hatte er schwer dran
zu knacken.Es war alles dabei
Schläge,sexueller Mißbrauch
und Alkohol waren in der Familie
wohl an der Tagesordnung.In der
Schule hatte Rene von anfang an
Probleme.Die erste Lehrerin
konnte aber mit der Hyperaktivität
gut umgehen.Dann mußte er
aber eine Klasse wiederholen.Mit
der Lehrerin kam er üeberhaupt
nicht zurecht.René war immer
häufiger Krank.Hatte
Bauchschmerzen oder mußte
sich Übergeben.Wir mußten
ihn immer häufiger aus der
Schule abholen.Ab der dritten
Klasse bekam Rene dann auch
noch Eppeleptische Anfälle.
Das verhalten der Lehrerin trug
auch nicht gerade dazu bei,dem
Jungen das vertrauen zu den
Erwachsenen bei zu bringen.Sein
Selbstwertgefühl war gar
nicht mehr vorhanden.Er glaubte selber
schon daran blöd zu sein und nichts
zu können.Zu diesem Zeitpunkt geschah
dann noch etwas.Im Fußballverein
hat der Platzwart unseren Sohn
und noch ein Kind Geschlagen.Der Grund
Dafür war das der andere Junge unter
der Dusche nicht nur das Kranwasser
laufen ließ.Meiner bekam einen auf
den Oberschenkel mit so das man Drei
Tage später immer noch die Hand deutlich
erkennen konnte.Wir haben den Herrn
Angezeigt.Die anderen leider nicht.
Der Verein stellte sich hinter den
Platzwart.Vom Gericht wurde dieses
Verfahren ohne anhörung von uns gegen
eine Zahlung von 150 DM eingestellt.
Zum Dank bezahlte das dann der Verein,
und der Platzwart wurde in den Jugend-
vorstand gehoben.Damit wurde dem Kind
mal wieder gezeigt,den Erwachsenen
kann man nicht Trauen.
Ab der fünften Klasse wurde so einiges
besser.Ab der sechsten Klasse hörten
dann auch die Eppeleptischen Anfälle
wieder auf.Mit seinen Brüdern
hat er heute noch konntakt.Doch das
Vertrauen zu denErwachsenen ist ganz
tief unten im Keller.In den ganzen
Jahren haben wir festgestellt,das
in René immer noch ein bißchen Mißtrauen
steckt.Er stellt dann immer wieder
Sachen an die uns zur weißglut bringen.
Wenn wir dann Schimpfen sagt er immer
wieder"Ihr könnt mich ja ins Heim
abschieben.Man merkt dann ganz deutlich
das er mal wieder ausprobiert wie weit
er gehen kann/muß damit wir ihn
einfach abschieben.(so seine Worte)

JUchuh,heute(29.April.2004) haben
wirden Bescheid erhalten das die
Namensänderung durch ist.Wir
können die Urkunde abholen.Der
Kampf hat auch nur 10 jahre gedauert.

Wärend der Sommerferien hat René mal
in das Arbeitsleben geschnuppert.
Durch einen Bekannten durfte er die
Sommerferien über in einer Autowerkstatt
Arbeiten.Das hat ihm besser gefallen
als in der Schule zu lernen.
Vor allem hat er sich dadurch sehr
verändert.Er ist ruhiger geworden.
Wenn ihm jetzt einer eine Lehrstelle
anbieten würde,würde er sofort die
Schule beenden.Aber leider legt ja jeder
Chef viel wert auf einen guten Abschluß

Leider muß er auch in der Schule eine
Nachprüfung machen.
René hat die Nachprüfung trotz
Intensivem Lernen vermasselt.
Er muß nun das 8te Schuljahr wiederholen.
Seit September 2004 ist René nun in der
Jugendfeuerwehr.Das war gar nicht so
leicht.Denn eigentlich haben wir in
Dortmund drei Jahre Wartezeit.